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Kinderbetreuung als das Top Thema in den Beratungen bei den Experten der Arbeiterkammer Wels

Gerald Nowak, 12.02.2021 08:48

WELS. Ein Blick auf die Bilanz bei den Beratungen der Experten der Arbeiterkammer zeigt, dass das Thema Kinderbetreuung sehr oft im Mittelpunkt der Gespräche war. Klarerweise hat sich coronabedingt die Zahl der Anfragen gesteigert.

AK in der Roseggerstraße. Foto: AK
AK in der Roseggerstraße. Foto: AK

Der Großteil der Ratsuchenden wandte sich telefonisch an die AK Wels (7.501) – um 18 Prozent mehr als im Jahr 2019. 2.721 Personen kamen persönlich in die Bezirksstelle, 909 –doppelt so viele wie im Jahr zuvor – baten um Infos per E-Mail. „Im ersten Lockdown war vor allem die Hauptfrage, welche Möglichkeiten es zur Freistellung von der Arbeit gibt, um die Kinder zu Hause betreuen zu können. Außerdem gab es Fragen zu Strafen, die am Weg zur Arbeit verhängt wurden, wenn keine Arbeitsbestätigung mitgeführt wurde, und Fragen zu Schutzbestimmungen am Arbeitsplatz. Viele hatten Angst um ihre Gesundheit und es gab auch zahlreiche Unklarheiten, wer zu den Risikogruppen zählt. Auch das Thema Kurzarbeit war ein Dauerbrenner“, sagt die Bezirksstellenleiterin der AK Wels, Margit Göbl. Vor allem beim Thema Kurzarbeit konnten die Experten verlässlich und kompetent Auskunft geben.

Dauerbrenner in der Beratung abseits von Corona war im vergangenen Jahr in Wels das Thema Entgelt (nicht bezahlte Löhne und Gehälter, offene Überstunden, Endabrechnungsdifferenzen), Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension, Kündigung und einvernehmliche Auflösung, Fragen zu Arbeitslosengeld und Notstandshilfe,  sowie Pensionsanspruch Thema in den Beratungen.   

In Summe konnte die AK Wels im Arbeitsrecht durch außergerichtliche Interventionen oder auf dem Gerichtsweg 829.906 Euro für die AK-Mitglieder zurückholen.

Insgesamt wurden 369 Fälle gerichtlich oder außergerichtlich abgeschlossen. Erneut zeigte sich, wie wertvoll die Arbeit von Betriebsräten ist: Von jenen Fällen, in denen die Arbeiterkammer  Rechtshilfe und Rechtsvertretung leisten musste, waren mehr als 87 Prozent von Beschäftigen aus Betrieben ohne Betriebsrat.


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