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STEINERKIRCHEN. 340 erfasste Bauernhöfe und Häuser, 4.000 Bilder und 100.000 Datensätze zusammengefasst auf 1.036 Seiten – die bewegenden Geschichten der alten Bauernhöfe und Häuser sind jetzt in einem zweibändigen Werk festgehalten.

  1 / 4   Hauptverantwortlich für die neue Chronik „Bauernhöfe und historische Häuser Steinerkirchen“: Johann Scheureder, Paula König, Historikerin Katharina Ulbrich und Projektleiter Ortsbauernobmann Fritz Hieslmair (v.l.) (Foto: M. Kienesberger)

„Steinerkirchen ist uraltes Siedlungsgebiet. Erkennbar ist das auch an den Endungen der Ortschaftsnamen. Es gibt ein gutes Gemeindearchiv und es sind in den Familien viele historische Fotos erhalten. Das macht die Gemeinde so interessant“, fasst Katharina Ulbrich die Arbeit an der druckfrischen Chronik „Bauernhöfe und historische Häuser in Steinerkirchen“ zusammen. Die Historikerin aus Waldneukirchen hat das Steinerkirchner Projektteam mit ihrem Fachwissen bei der Erstellung der Chronik unterstützt.

Die Initiative dafür kam von Ortsbauernobmann Fritz Hieslmair. In den leidenschaftlichen Heimat- und Ahnenforschern Paula König und Johann Scheureder hat er zwei tatkräftige Unterstützer aus dem Ort gefunden.

Mit Hilfe weiterer hat man Leute befragt, Daten zusammengetragen, 800 alte Fotos gescannt und Häusergeschichten niedergeschrieben. Geforscht wurde im Gemeindearchiv, in Privatbeständen, in alten Urbaren, Tauf-, Heirats- und Sterbebüchern und in Dokumenten, die im Landesarchiv in Linz lagern, wie dem Theresianischen Grundbuch von 1750 oder dem Neuen Grundbuch von 1874/1880. Aber es sind die emotionalen Geschichten der Familien, die die Arbeit an der Chronik so spannend machten.

Aufzeichnung aus 1299, ein Foto aus 1879

Die älteste Aufzeichnung aus Steinerkirchen geht auf das Jahr 1299 zurück. Damals wurde in einem Urbar des Stiftes Kremsmünster der „Bierdienst“ (damals wurde in den Häusern noch Bier gebraut) vermerkt. Interessant ist Steinerkirchen auch aufgrund seiner Grundherrschaften (bis 1848 war jeder Bauer einem Grundherrn unterstellt und musste Abgaben leisten). Fünf ganz große Grundherrschaften gab es damals im Ort, elf insgesamt.

Das älteste vorhandene Foto aus Steinerkirchen zeigt eine Familie und stammt aus 1879, nicht lange nachdem die Fotografie überhaupt verbreitet war. „Jedes Bild erzählt eine Geschichte“, erklärt Ulbrich mitreißend, wieviel man aus alten Fotos herauslesen kann. Und auch die Buchcover sind ganz besonders, sie zeigen Bilder des Steinerkirchner Künstlers Friedrich Rosska.


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