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WELS. Die Freiheitlichen sehen die Aktion demokratiepolitisch bedenklich. In den sozialen Medien wird heftigst diskutiert. SP-Verkehrsreferent Stefan Ganzert hat den Auftrag erteilt, den Schutzweg vor dem Ledererturm in Regenbogenfarben zu kennzeichnen.

Die Farben des Anstoßes für die Welser FPÖ. (Foto: Tips)
Die Farben des Anstoßes für die Welser FPÖ. (Foto: Tips)

Samstag vormittags kamen die Arbeiter. Schnell war die Arbeit erledigt und Wels hat jetzt doch einen Regenbogen-Schutzweg. Zur Vorgeschichte: Am 4. Juni diskutierte der Gemeinderat lange und hitzig über solch einen Weg. Am Ende gab es ein 18:18-Remis. FPÖ (17 Mandate) und MFG Mandatar Jörg Wehofsich auf der einen Seite und SP, VP, Grüne und Neos auf der anderen. Damit war der Antrag abgelehnt. Der Regenbogen ist weltweit ein wichtiges Symbol für die LGBTQIA+.

„Als zuständiger Referent kann ich aber eine derartige Entscheidung selbst treffen“, meint Str. Stefan Ganzert (SP). „Natürlich ist eine breite Zustimmung in den Gremien immer wünschenswert. Diese breite Zustimmung konnten wir in den letzten Monaten bei zahlreichen Gesprächen mit Welsern feststellen“. Nun gab es den Auftrag und just eine Woche vor dem Burschenschaftstreffen in der Stadt existiert an einem prominenten Platz ein derartiger Schutzweg. In den sozialen Medien explodierte die Kommentarfunktionen und weitere positive und negative Zeichen gelangten an die Öffentlichkeit. „Wir setzen mit dem Regenbogenschutzweg als Stadt ein Zeichen für Respekt, Offenheit und Vielfalt. Mir geht es nicht mehr nur um Toleranz, sondern um gelebte Akzeptanz aller Lebensmodelle und Lebensrealitäten“, meint Ganzert.

Unmut bei der FPÖ

Die Farbe des Schutzweges war noch nicht einmal ansatzweise trocken meldeten sich die Freiheitlichen zu Wort. „Auch wenn Anträge oder Beschlüsse nur knapp abgelehnt werden, sind diese Entscheidungen gültig und anzuerkennen. Diese durch Weisungen des Referenten zu umgehen, ist aus unserer Sicht mehr als bedenklich!“, schickt Fraktionsobmann Str. Ralph Schäfer aus. Die SPÖ kümmert sich in Wels um „Orchideenthemen“ und verliere den Kontakt zu den Menschen.

Das verneint Ganzert: „Dieses Thema ist auch wichtig“.


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