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WELS. Selbst erfahrene Polizisten können sich nicht an solche Ergebnisse erinnern. Bei einer Schwerpunktkontrolle im Stadtgebiet machten die Beamten bei 260 Lenkern einen Alkoholvortest. Nur bei einem ergab sich ein Wert zwischen 0,5 und 0,8 Promille.

In der Weihnachtszeit wird von der Polizwi verstärkt kontrolliert. (Foto: Weihbold)
In der Weihnachtszeit wird von der Polizwi verstärkt kontrolliert. (Foto: Weihbold)

Bei einer zweiten Schwerpunktaktion vor dem 8. Dezember zwischen 18 Uhr und 5 Uhr waren es 240 Vortests. Es gab drei Alkoanzeigen, das heißt Wert über 0,8 Promille (Spitzenwert: 1,4 Promille) und zwei Minderalkoholisierte: „Wenn man so will, ist es ein gutes Zeugnis für die Lenker. Aber wir werden die Kontrollintensität bis Ende des Jahres noch weiter hochfahren. Mein Appell an die Autofahrer bleibt: Bitte das Auto nach Alkoholkonsum stehen lassen. Fahren Sie mit dem Taxi oder lassen Sie sich von Verwandten oder Bekannten abholen“, erzählt Chefinspektor Andreas Weidinger vom Stadtpolizeikommando. Einen Freibrief will er ohnehin nicht ausstellen. Der Anstieg vom ersten auf den zweiten Schwerpunkt hat gezeigt, dass nicht alles eitel Wonne ist. Außerdem ist das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss kein Kavaliersdelikt. „Viele sind auf den Führerschein angewiesen. Nicht selten sind die, die wir erwischen am Boden zerstört und bekommen beruflich und privat Probleme. Dazu kommen die hohen Geldstrafen. Also Ärger, den gerade jetzt keiner braucht“, meint Weidinger.

Situation in Wels-Land

Im Stadtgebiet ist es ja leichter, ein Taxi zu bekommen. In Wels-Land ist das Heimkommen nach einer Feier schon schwieriger. Trotzdem stellen hier die Beamten fest, dass sie bei Schwerpunktkontrollen weniger Alkolenker erwischen. Bei einer zogen sie nur zwei Minderalkoholisierte aus dem Verkehr. Grund zum Jubeln sieht man nicht: „Man wird die Kontrolltätigkeit noch weiter erhöhen“, heißt es seitens des Bezirkskommandos. Auch bei Drogenlenkern will man, wie in Wels, Schwerpunkte setzen. Speziell geschulte Beamte kommen zum Einsatz. In den vergangenen Monaten konnten viele Beeinträchtigte aus dem Verkehr gezogen werden.


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