Minister Johannes Rauch gibt in Wels Essen für Tafelgäste aus
WELS. Um sich ein Bild von der Arbeit bei der OÖ. Tafel in Wels zu machen und auch mit den Gästen zu sprechen, ist Sozialminister Johannes Rauch zu Besuch gekommen.

Von Bundesminister Johannes Rauch (Soziales und Gesundheit) höchstpersönlich haben die Gäste bei der OÖ. Tafel ihre Mittagsmahlzeit überreicht bekommen. Es gab eine Nudelsuppe und ein Kartoffelgulasch. Der Minister ist nach Wels gekommen um die Initiative und das Team der OÖ. Tafel kennenzulernen. Nach der Essensausgabe hat er auch den angeschlossenen Sozialmarkt mit Second Hand-Laden besichtigt. Das Gespräch mit den Gästen war dem Minister ebenfalls ein Anliegen.
Bei der OÖ. Tafel am Flotzingerplatz im Welser Stadtteil Neustadt werden 320 Tonnen Lebensmittel pro Jahr verarbeitet. Die zubereiteten Speisen werden an Menschen mit geringem Einkommen ausgegeben. Um einen Euro ist dort eine Hauptspeise zu haben. 50 bis 80 Portionen werden jeweils von Montag bis Freitag (von 9 bis 16 Uhr) in der OÖ. Tafel verspeist. Seit Jänner hat man auch eine Filiale in Rohrbach.
Geführt wird die Tafel seit 16 Jahren von Erwin Hehenberger, seiner Familie und einem Team von Angestellten und über 50 ehrenamtlichen Helfern. Die gespendeten Lebensmittel werden jeden Tag mit vier Fahrzeugen von Geschäften und Lebensmittelerzeugern, mit denen man Verträge hat, abgeholt.
Es kommen mehr Gäste
„Über die Jahre haben wir bemerkt, dass die Situation bei vielen Leuten schlechter geworden ist“, erzählen Erwin und Petra Hehenberger aus ihrer Erfahrung: „Vor allem in den letzten eineinhalb Jahren haben wir deutlich mehr Gäste bekommen. Die Kosten für Miete, Strom, Heizung beschäftigen viele Menschen. Wir haben Gäste die sich das Heizen nicht mehr leisten können“, fügt Petra Hehenberger hinzu.
Mit den Lebensmittelspenden komme man zwar noch über die Runden, aber es schwankt stark und Hehenberger muss sich täglich intensiv darum bemühen: „Wir müssen immer dran bleiben und immer wieder fragen“. Obst und Gemüse hat man nicht immer genug und auch die haltbaren Lebensmittel werden immer weniger gespendet.
Noch weitere Pläne
Finanziert wird der Betrieb zu einem großen Teil aus Spenden und durch eigene Einnahmen, wie zum Beispiel aus dem Sozialmarkt.
Für die nächsten Jahren hat das Team noch große Pläne. Ich Buchkirchen wurde ein Grundstück gekauft, es sollen unter anderem ein Lager, eine Zentralküche, eine Reparaturwerkstätte und ein Glashaus entstehen, erzählen die Hehenbergers.
Der Sozialmarkt mit dem Welser Outlet hat von 9 bis 17.15 Uhr geöffnet.


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