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WELS. Mit den vielen Baustellen in den vergangenen Monaten hat sich der Eindruck nicht nur bei Auswärtigen verstärkt, dass in der Stadt im Straßenverkehr nicht alles geradeläuft. Noch länger geistert das Wort Mobilitätskonzept herum.

  1 / 2   Der Gemeinderat gab ein grundsätzliches Bekenntnis ab, den Radanteil in der Stadt auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. (Foto: Tips)

Die Fäden für dieses Konzept laufen bei Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert (SP) zusammen. Man wird dies extern vergeben, befindet sich aber noch in der internen Planungsphase: „Ich hoffe, dass wir im ersten Quartal den Auftrag vergeben können. Dann werden wir nach rund 18 Monaten ein Ergebnis haben“, meint Ganzert. Grundsätzlich gibt es keine Denkverbote, denn „wir zeichnen keine neue Straßenkarte von Wels. Es geht um Empfehlungen und Richtlinien. Einzelmaßnahmen werden wir aus dem Konzept heraus diskutieren und umsetzen“, verspricht der Stadtrat.

Mit den Stakeholdern wie WelsLinien, Wirtschaftskammer, Messe und so weiter wird es Gesprächsrunden geben. Bürgerbeteiligung ist vorerst nicht geplant. „Wir haben uns im Gemeinderat zu einer Erhöhung des Radanteils auf 20 Prozent bekannt. Wir schauen uns in diesem Konzept an, was es genau dafür braucht. Das betrifft aber auch den öffentlichen Verkehr oder auch geplante S-Bahn-Haltestellen an der Westbahn, wo wir jetzt die Grundlagen schaffen müssen“, so Ganzert.

Raum schaffen und nehmen

Es gehe um schnellere Verbindungen in der Stadt, die aber auf die Bedürfnisse aller Rücksicht nehmen. Denn der Platz wird ja nicht beliebig größer: „Wenn ich Raum für den einen schaffe, dann fehlt er jemand anderem.“ Die Handlungsempfehlungen werden nach einer politischen Diskussion zu Maßnahmen führen. „Unsere Aufgabe wird es sein, alle unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen und zu koordinieren. Aber wenn wir an einer Straße etwas ändern, dann hat es Auswirkungen auf andere. Das muss man immer im Hinterkopf haben.“

Dauerbrenner Scooter

Was kurzfristige Änderungen anbelangt, stellt Ganzert eine Lösung für den Schulbereich Neustadt rund um die Wallererstraße in Aussicht. Hier spielt Sicherheit auf dem Rad eine große Rolle. Generell ist die Situation vor Schulen angespannt. „Die Elterntaxis sind ein Problem, die bis vor den Eingang fahren“, meint Ganzert. Für das leidige Thema Scooter wird es in Kürze jetzt doch einige Stellflächen in der Innenstadt geben: „Die gelten aber für die Verleihfirmen. Bei einem privaten Scooter können wir nichts machen“, meint der Verkehrsreferent. Lückenschlüsse im Radwegenetz sind in den kommenden Monaten vorgesehen. Wichtig wäre aber noch eine andere Tatsache: „Es fehlt ein Baudirektor. Diese Stelle ist bei der Koordinierung bei vielen Dingen in der Stadt unbedingt notwendig“, meint Ganzert. Doch bis jetzt ist nichts passiert.


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