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Vom Reden ins Tun: Die Welser Radler fordern mehr Schwung

Gerald Nowak, 28.11.2023 07:54

WELS. Die Stadt hat sich bekannt, den Radanteil auf 20 Prozent zu erhöhen. Grundsätzlich begrüßen die Welser Radler dieses Bekenntnis. Doch derzeit orten sie mehr Stillstand als Fortbewegung bei diesem Vorhaben.

Radfahren in Wels ist immer ein Thema. (Foto: Tips)
Radfahren in Wels ist immer ein Thema. (Foto: Tips)

Der Verein „Welser Radler“ will konstruktiv mitarbeiten. Deswegen war er auch über dieses 20- Prozent-Ziel sehr erfreut. Doch zwei Maßnahmen brachten Ernüchterung: „Bei drei Einbahnen wurde die Regelung aufgehoben, dass Radfahrer hier fahren dürfen. Das ist ein Rückschritt.“ In der Bahnhofstraße könne man den Schritt noch nachvollziehen, aber in der Anzengruberstraße und Linzerstraße (zwischen Knorr- und Goethestraße) fehlt das Verständnis. „Vor 20 Jahren kam die Einbahn-Öffnung für Radfahrer in Wels. Seit dieser Zeit funktioniert es problemlos und laut Statistik Austria gibt es keine Unfälle“, so der Verein. Gerade in der Linzerstraße müssen die Radfahrer jetzt einen viel gefährlicheren Umweg über die Hans-Sachsstraße nehmen: „Laut Statistik Austria passieren dort mehr Unfälle. Außerdem wird eine der Hauptradrouten von der Pernau kommend durchschnitten“, kritisiert der Verein. Er fordert eine Rücknahme.

„Rechtliche Vorgaben“

Der zuständige Stadtrat Stefan Ganzert (SP) kann sich eine Nachjustierung in der Linzerstraße vorstellen und will sich das Ganze mit den Sachverständigen noch einmal anschauen. Aber in der Anzengruberstraße sieht er keinen Handlungsspielraum: „Es haben sich rechtliche Rahmenbedingungen verändert. Alle fünf Jahre wird alles evaluiert und die Behörde musste in diesen Bereichen tätig werden.“ Gespräche folgen.

„Sicherer Weg in die Schulen“

Der Verein Welser Radler hat sich gegründet, um den Kindern und Jugendlichen einen „sicheren Weg in die Schulen“ zu ermöglichen. Doch es herrscht Handlungsbedarf. Es fehlen oft die Markierungen oder sie sind nur schwer zu erkennen. Dazu kommen gefährliche Verkehrsführungen wie beispielsweise in der Wallererstraße/Grünbachplatz: „Der Radfahrstreifen gehört aus unserer Sicht verbreitert. Es ist einfach zu gefährlich, hier zu fahren“, kritisieren die Radler. Seit vielen Jahren machen nicht nur sie, sondern auch radaffine Lehrer auf die Situation aufmerksam. Passiert ist nichts: „Wir sind in der Ausschreibung für ein externes Verkehrskonzept für diesen Bereich. Ich denke, bis Mitte 2024 werden wir ein fertiges Konzept haben“, fordert Ganzert Geduld ein. Aber auch in der Maria-Theresiastraße vor der Landesmusikschule fordert der Verein Maßnahmen.

Mehr Hauptradrouten

Von dem neuen Mobilitätskonzept, das sich noch vor der Ausschreibung befindet, fordern die Welser Radler endlich sichere Hauptradrouten aus allen Richtungen durch die Stadt. Auch die Abstellplätze sollen von lieblos hingestellt zu sinnvoll und großzügig wechseln. „Radfahren muss attraktiv sein. Da braucht es Infrastruktur und Platz“, so der Vorstand gegenüber Tips in einem Gespräch.


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