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WELS. Die Umstrukturierung der Ordnungswache ist abgeschlossen. Ein neuer Geschäftsführer ist bestellt. Das Team umfasst zehn Personen: „Drei alte Hasen und sieben Neue“, wie es FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß nennt. Die Truppe bezieht die ehemalige Polizeiinspektion in der Roseggerstraße.

Welser Ordnungswache im Einsatz (Foto: Stadt)
Welser Ordnungswache im Einsatz (Foto: Stadt)

Der neue Chef kommt aus dem Hause Magistrat. Namen will Kroiß keinen verraten. Die neuen Mitarbeiter starten ihre Ausbildung an der Sicherheitsakademie der Polizei. Die Ausgliederung der Ordnungswache ist für Kroiß der richtige Schritt. Es geht unter anderem um flexiblere Dienstzeiten: „Das neue Team muss sich in den kommenden Monaten zusammenfinden. Wenn dann das Radl so richtig rennt, dann können wir auch über zusätzliche und weitere Aufgaben reden. Themenbereiche gibt es sicher“, meint der Sicherheitsreferent, ohne dabei konkrete Vorschläge zu nennen. „Aber vorstellen kann ich mir schon was. Es muss dann einfach auch mit den anderen Fraktionen diskutiert werden“.

VP-Stadtrat Oberndorfer mit Vorschlag

Konkreter wird da schon VP-Stadtrat Martin Oberndorfer: „Der ruhende Verkehr oder auch das Rauchverbot sind sicher ein Thema für die Ordnungswache neu, ebenso der Bereich Illegale Prostitution. Darüber muss man diskutieren, wie die Mitarbeiter der Ordnungswache die Verwaltungsbehörden unterstützen können“, meint der gelernte Jurist. Die deutschen Ordnungsämter mit ihren Kompetenzen sind ein Vorbild für Oberndorfer. Dazu braucht es aber gesetzliche Änderungen auf Bundesebene, damit hier entsprechende Kompetenzen vergeben werden können. „Grundsätzlich glaube ich, dass die Mitarbeiter Erfahrungen aus dem Sicherheitsbereich haben müssen. Aber es braucht auch Fingerspitzengefühl“.

Der Beirat konstituiert sich in den kommenden Wochen. Hier sind die Parteien gefordert, Experten, die unterstützend eingreifen können, zu entsenden: „Zu viele Politiker in diesem Gremium machen aus meiner Sicht keinen Sinn“, so Oberndorfer. 

Bilanz der Welser 
Ordnungswache2025 wurden 4.877 Vorfälle (2024: 6.642) protokolliert und an die zuständigen Magistrats-Stellen gemeldet. Darin enthalten sind 413 Anzeigen (2024: 371) in jenen Bereichen, in denen die Ordnungswache einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen hat (KFZ ohne Kennzeichen, Hundehaltung, Bettelei, Alkoholverbot und so weiter).

Behördliche Aufgaben erledigte die Ordnungswache 2025 in 547 Fällen (2024: 707). Dazu zählten unter anderem Überprüfungen im Bereich der Mindestsicherung, amtliche Erhebungen und Zustellung von amtlichen Schriftstücken, die trotz Postvermerk „Unbekannt“ erfolgreich zu ihren Adressaten gebracht werden konnten. 

Die Ordnungswache war in allen Stadtteilen präsent, saisonal auch wieder im Welldorado. Zudem leisteten die Mitarbeiter bis zum Eintreffen der Rettungskräfte 15-mal Erste Hilfe. In 105 Fällen wurden verletzte oder entlaufene Tiere eingefangen oder transportiert. Achtmal wurde die Ordnungswache wegen Ruhestörung gerufen. 


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