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WELS. In Linz, Steyr, Bad Ischl und auch Ried gab es bereits Pride Paraden. Am Samstag, 16. Mai, ist jetzt auch die Stadt Wels an der Reihe. Eine Gruppe von 20 engagierten Menschen aus der queeren Szene organisiert die Veranstaltung. Nach der Parade mit Start im Volksgarten geht es durch das Zentrum zum Alten Schlachthof, wo ein Fest mit Infoständen, Bühnenprogramm und Public Viewing des ESC-Finales wartet.

Die Homepage zur Pride am 16. Mai online ist bereits online. (Foto: Tips)
Die Homepage zur Pride am 16. Mai online ist bereits online. (Foto: Tips)

Um 13 Uhr wird die Parade im Volksgarten starten. Der Weg führt durch das Stadtzentrum. Es wird laut, bunt und auch schrill: „Aber es ist mehr als ein buntes Fest. Wir wollen die gleichen Rechte wie heterosexuelle Menschen. Gerade in den letzten Jahren sind die Rechte von queeren Menschen wieder geschmälert worden. Wir wollen zeigen, dass wir laut sind, da sind und nicht mehr weggehen“, meint Sprecher und Projektleiter Alessandro Schatzmann. Er sitzt auch für die Grünen im Welser Gemeinderat.

Schatzmann will bewusst die Parteipolitik außen vor halten, gleichwohl diese ein Anstoß für die Organisation der Pride Parade für die Welser Gruppe war: „Bei anderen Veranstaltungen ist immer gefragt worden, warum es keine in Wels gibt. Vor Jahren haben wir zwei Stunden über einen Regenbogenschutzweg im Gemeinderat diskutiert, der dann abgelehnt wurde. Wels braucht eine Pride Parade mehr denn je als ein Zeichen der Offenheit, nicht nur der queeren Community gegenüber“, sagt Schatzmann. Den Regenbogenschutzweg hat dann SP-Mobilitätsreferent Stefan Ganzert später in Eigenregie aber rechtens verfügt.

Mehr als ein buntes Fest

Pride Paraden sind bunt und teilweise auch schrill. Es geht auch um Auffallen, aber der Hintergrund liegt im Sichtbar machen von Diskriminierung, Ausgrenzung und auch die Forderung nach gleich Rechten. Es ist keine Feier nur um des Feierns willen. Deswegen werden auch Infostände, Flyer und einiges mehr eingeplant. Im Alten Schlachthof wartet ein Kulturprogramm, und zum krönenden Abschluss des Tages wird gemeinsam das ESC-Finale angesehen. Angst vor Anfeindungen habe die Gruppe nicht: „Im Gegenteil. Die Rückmeldungen waren sehr positiv, dass es jetzt auch in Wels eine Pride Parade geben wird.“ Der genaue Zeitplan und welche Künstler, Organisationen und so weiter dabei sind, wird in den kommenden Wochen kommuniziert.

Gelassener Bürgermeister wird nicht hingehen

FP-Bürgermeister Andreas Rabl meint über die Premieren-Parade durch Wels sehr gelassen: „Es gilt auch hier die Versammlungsfreiheit. Und im Rahmen dieser kann jeder tun, was er will. Hingehen oder anschauen werde ich es mir nicht. So spannend ist dann so etwas auch nicht“. 


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Rudolf S.
Rudolf S.
12.02.2026 04:43

Pride-Parade

Natürlich wird Bürgermeister Andreas Rabl nicht hingehen. Passt auch nicht ins Weltbild einer nach rückwärts gewandten Partei. Die Identitären würde er per Handschlag begrüßen und auch die Stadthalle kostenlos zur Verfügung stellen.


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