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BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Bauernbund-Obmann Andreas Austaller und Ortsbäuerin Martina Spitzbart erhielten bei der Jahreshauptversammlung erneut einstimmig das Vertrauen der Bauernbund-Mitglieder. Auch ihr Team freute sich über 100 Prozent Unterstützung.

  1 / 5   Der einstimmig gewählte Bauernbund-Vorstand aus Bad Wimsbach-Neydharting startet motiviert in die nächste Periode: Hannes Hartner (v.li.), Magdalena Kettl, Hannes Schobesberger, Martina Spitzbart, Marco Laßnig, Andreas Austaller, Gerald Ennser (Ortsbauernobmann), Maria Austaller, Raphael Waldl, Josef Kastenhuber. (Foto: Margot Steinmaier)

Geleitet wurde die Wahl von Bezirksbauernbund-Obmann Leopold Keferböck, der klarstellte: „Danke für euren Einsatz und eure Arbeit. Nur so wird deutlich, welchen Beitrag die Landwirtschaft für die Gesellschaft leistet. Wie wir Lebensmittel produzieren, müssen die Konsumentinnen und Konsumenten auch erleben, damit die hohe heimische Qualität im Einkaufswagerl landet und wir ein Einkommen erzielen!“

Viele Aktivitäten

Ein abwechslungsreicher Fotorückblick auf die sechs Jahre der vergangenen Funktionsperiode zeigte, wie engagiert der Wimsbacher Bauerbund-Vorstand für die Landwirtschaft und die Präsentation ihrer Produkte arbeitet

Zu den Aktivitäten zählten Mostkosten, Feldmessen mit Frühschoppen, gesunde Jause im Kindergarten und der Volksschule, Ferienaktionen am Bauernhof, Standerl beim Wimsbacher Genussmarkt für den sozialen Zweck, (Bildungs)Ausflüge für die Mitglieder und einiges mehr.

Regionalität steht im Vordergrund

„Bei allem – egal ob Mostkost oder Verköstigung nach unserer Maiandacht – legen wir Wert auf regionale Produkte und kennzeichnen auch deutlich, woher diese kommen. Dass dies auch saisonal abgestimmt ist, versteht sich für mich von selbst“, betonte Ortsbäuerin Martina Spitzbart, die auf ihrem Hof unter anderem Gänse, Weihnachtskekse und Backwaren direkt vermarktet.

„Team aus erfahrenen und frischen Kräften“

Bauernbund-Obmann Andreas Austaller (Ackerbaubetrieb mit Schweinemast im Nebenerwerb, Lohntätigkeiten) bedankte sich für die Unterstützung seines Teams, mit dem er 2020 erstmals angetreten ist.

„Es freut mich sehr, dass die meisten wieder mit dabei sind und wir als Team aus erfahrenen und frischen Kräften wieder die Wimsbacher Bäuerinnen und Bauern vertreten. Im Jänner 2027 stehen die Landwirtschaftskammer-Wahlen. Darauf bereiten wir uns als Bauernbund gut vor“, so Austaller.

Gute Zusammenarbeit

Zu den Ehrengästen des Abends gehörten auch der Bürgermeister und Nationalratsabgeordneter Klaus Lindinger.

Bürgermeister Erwin Stürzlinger unterstrich den sehr guten Austausch mit der Bauernschaft im Ort: “Die kürzlich im Gemeinderat beschlossene AGRI-PV-Strategie ist ein gutes Beispiel, wie wir miteinander arbeiten und was daraus gemeinsam entsteht!”. 

„Von der Gemeinde in die EU: das schafft nur der Bauernbund!“

Fischlhams Bürgermeister Klaus Lindinger betonte in seinem Referat, wie wichtig bäuerliche Vertreter in allen politischen Gremien sind. „Nur wer die Praxis am eigenen Betrieb kennt, spricht Herausforderungen an und bringt Lösungen ein. Wir brauchen im demokratischen Prozess immer Mehrheiten – deshalb investiert der Bauernbund viel Arbeit in (Hintergrund)Gespräche, Überzeugungsarbeit und faktenbasierte Information, um möglichst breite Zustimmung zu erreichen“, so Lindinger.

„Bauern verdienen einen fairen Anteil“

Aktuell mache die Petition „Schleuderpreise stoppen“ auf Aktionen wie „1+1 gratis“ oder „Nimm 3 zahl 2“ aufmerksam, die hochwertige Lebensmittel entwerten. Bauern hätten einen fairen Anteil an der Wertschöpfung verdient. Zudem wies Lindinger darauf hin, dass in österreichischen Haushalten jährlich Lebensmittel im Wert von rund 800 Euro pro Haushalt im Müll landen – Geld und Ressourcen, die leicht eingespart werden könnten.

Herkunftskennzeichnung wichtig

Daher braucht es noch mehr Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten für regionale, saisonale Lebensmittel sowie die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Bei der Gemeinschaftsverpflegung ist diese bereits für die Grundzutaten Milch, Eier und Fleisch in verarbeiteten Produkten Pflicht. „Es soll klar sein, was ist in Österreich unter höchsten Standards produziert worden ist und daher einen besonderen Wert hat!“, so Lindinger.

Dank an ehemalige Vorstandsmitglieder

Aus dem Bauernbund-Team haben sich die frühere Ortsbäuerin-Stellvertreterin Marisa Schmid, Bauernbund-Obmann-Stellvertreter Stefan Haslinger und Beirätin Michaela Haslinger zurückgezogen. Mit einem wertschätzenden Dankeschön und regionalen Genusskörberln dankten BB-Obmann Austaller und Ortsbäuerin Spitzbart den scheidenden Funktionären.


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