WELS. Die Stadt startet gemeinsam mit der Polizei die Kampagne „Mehr Sicherheit für Wels - Ihr Blick macht den Unterschied“. Die Absicht hinter der Initiative ist klar: Bereiche, in denen sich Menschen weniger wohl fühlen, gezielt erfassen und die Problemstellung dann rasch lösen.

Im ersten Schritt kann unter www.wels.gv.at/sichereswels ein Online-Formular ausgefüllt werden. Parallel wird auch eine Informationskampagne auf den städtischen Kanälen ausgerollt. „Wir bekommen ja jetzt schon über E-Mail, Telefon oder Social Media viele Meldungen herein. So können wir das kanalisieren“, sagt FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß. Derjenige, der das Problem meldet, bekommt direkt eine Rückmeldung.
Zweiter Schritt eine App
Andenkbar ist auch eine App - die es bereits unter dem Namen Mach Mit gegeben hat - um die Kontaktaufnahme noch schneller zu gestalten. Ziel ist es, das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken und damit die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern. Ziel ist eine transparente, niederschwellige und bürgernahe Kommunikation, die zu sichtbaren Verbesserungen führt. „Und oft genügen Kleinigkeiten, wie bessere Beleuchtung oder die Reinigung von öffentlichen Plätzen, die vermüllt sind oder wo Hecken die Sicht versperren, um gefühlte Angsträume zu schließen“, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Es geht auch darum, Rückzugsorte, die gerne für Vandalismus und Müllablagerung missbraucht werden, in den Griff zu bekommen.
Polizei unterstützt die Aktion
Das Stadtpolizeikommando unterstützt die Aktion. „Wir sind bestrebt, den Menschen durch verschiedene Maßnahmen die Kriminalitätsfurcht zu nehmen, um das Sicherheitsgefühl positiv zu steigern“, verspricht der Stadtpolizeikommandant Stefan Müller. Ab Juni wird es in Wels vier Beamte geben, die auf Fahrrädern Streife fahren. Weitere Maßnahmen sind geplant.
Videoüberwachung
An sechs Standorten mit acht Kameras ist bereits eine Videoüberwachung installiert. Der neue Volksgarten, aber auch der Bahnhofsvorplatz sind mögliche neue Möglichkeiten. Der neue Park wird in der Nacht versperrt. Die fünf Eingänge (die Zeiten sind noch nicht festgelegt) stehen im Fokus der Stadtpolitik plus der Park an sich: „Wir haben mit der Videoüberwachung gute Erfahrungen gemacht“, meint der Bürgermeister.


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