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THALHEIM. Die St. Barbara Hospiz GmbH, die im Auftrag des Landes die stationäre und Tages-Hospizversorgung für die Menschen in Oberösterreich sicherstellt, errichtet in Thalheim ihren fünften Standort. Im ehemaligen Schwesternheim der Kreuzschwestern Europa Mitte entsteht eine Einrichtung mit acht stationären und sechs Tageshospizplätzen. 

Spatenstich vor dem zukünftigen Hospizstandort in Thalheim: v.l. Rudolf Wagner (St. Barbara Hospiz Geschäftsführer), Dietbert Timmerer (Vorstand der Kreuzschwestern Europa Mitte), Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Bürgermeister Christian Haagen, Hospiz-Leiterin Elisabeth Gallee, Eva Steiner designierte St. Barbara-Geschäftsführerin), Sr. Verena Maria Oberhauser (Provinzrätin der Kreuzschwestern Europa Mitte) und Architekt Tobias Ziegelmayer (Foto: Tips)

An der 2016 gegründeten St. Barbara Hospiz GmbH sind die Elisabethinen Linz-Wien, das OÖ Rote Kreuz, die Vinzenz Gruppe, die Barmherzigen Brüder Linz, die OÖ Gesundheitsholding, die Kreuzschwestern Europa Mitte und die Franziskanerinnen von Vöcklabruck beteiligt. Mit den bereits bestehenden Einrichtungen in Linz, Ried im Innkreis und Vöcklabruck, der für das zweite Halbjahr 2026 geplanten Eröffnung des Standorts Steyr und ab 2027 dem Hospiz Thalheim, wird die flächendeckende Hospizversorgung im Bundesland sichergestellt.

70 Plätze für ganz Oberösterreich

„Mit der geplanten Inbetriebnahme des Hospiz-Standorts in Thalheim bei Wels im ersten Halbjahr 2027 können wir unser Angebot für die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen auf insgesamt 40 stationäre und 30 Tageshospizplätze an fünf Standorten in Oberösterreich ausweiten“, freut sich St. Barbara Hospiz Geschäftsführer Rudolf Wagner, eine möglichst wohnortnahe Versorgung anbieten zu können.

Ehemaliges Erholungsheim für Schwestern

Das Hospiz entsteht im ehemaligen Schwesternheim in der Kirchenstraße, das die Kreuzschwestern Europa Mitte zur Verfügung stellen. Das Gebäude mit dem großzügigen Garten wurde in den 1960er-Jahren errichtet und als Erholungsheim für - vor allem die im Krankenhaus Wels tätigen - Kreuzschwestern genutzt.

 “Das Lebensende darf bunt sein“

Das bestehende Gebäude wird vollständig saniert und die Raumaufteilung für die neue Nutzung adaptiert, beispielsweise durch den Einbau eines Bettenlifts. Außerdem wird das Gebäude um einen zweistöckigen Zubau ergänzt, der in Holz-Bauweise ausgeführt wird und in dem sich das Tageshospiz und das stationäre Hospiz befinden werden. Vorgesehen sind auch Räume für Schulungen und viele Gemeinschaftsflächen wie zum Beispiel eine Küche.

„Es wird hier auch viel gefeiert werden, die Feste im Jahreskreis oder persönliche Anlässe. Und wenn ein Bewohner im August Vanillekipferl will, dann wird er die auch bekommen“, verweist St. Barbara Hospiz Geschäftsführer Rudolf Wagner darauf, dass ein Hospiz nicht ausschließlich ein Ort der Trauer ist und auch die letzten Wochen schwerkranker Menschen mit Leben gefüllt werden und bunt sein dürfen.  

Zusammenwirken von Hospiz und Krankenhaus

Der Betrieb des Hospiz-Standorts Thalheim wird mit Unterstützung durch das Klinikum Wels-Grieskirchen erfolgen. Der Fokus der Hospizarbeit liegt zwar eindeutig auf der pflegerischen und fürsorglichen Begleitung und Betreuung der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen, dennoch ist die medizinische Betreuung der Bewohner unerlässlich. Diese wird durch das Team der Palliativabteilung am Klinikum Wels-Grieskirchen sichergestellt werden. Das Klinikum übernimmt außerdem auch die Zubereitung der Speisen für das Hospiz. 

„Menschlichkeit, Würde und Zuwendung“

„Es ist unsere Verantwortung, Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich zu begleiten. Gemeinsam mit unseren starken Gesundheitspartnern arbeiten wir daran, schwer erkrankten Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens eine umfassende Betreuung zu ermöglichen – medizinisch, pflegerisch und menschlich. Mit dem Hospiz in Thalheim bei Wels schaffen wir einen weiteren Ort, an dem Menschlichkeit, Würde und Zuwendung im Mittelpunkt stehen und wir können damit den vorerst letzten Baustein in der Umsetzung des Hospizausbauplans setzen“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander anlässlich des Spatenstichs.

Fertigstellung 2027

Der Spatenstich für das Hospiz erfolgte mit Verspätung. Bereits im Jänner 2026 wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Mittlerweile sind bereits die Fundamente für den Zubau fertiggestellt. Die weiteren Bauarbeiten werden voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, sodass die Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2027 erfolgen kann.

 


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