Pferdeinfluenza: Pferdezentrum in Stadl-Paura vollständig unter Quarantäne
STADL-PAURA. In einem Pferdezentrum in Stadl-Paura sind mehrere Fälle von Pferdeinfluenza festgestellt worden, rund 40 Tiere zeigen Krankheitssymptome. Die gesamte Anlage mit etwa 150 Pferden wurde vorsorglich abgesperrt.

Nach ersten Verdachtsmomenten wurde zunächst ein erkranktes Tier gemeinsam mit seinen unmittelbaren Boxennachbarn in einen eigenen Quarantänestall verlegt. Laut Medienberichten sind inzwischen rund 40 Pferde betroffen, die Gesamtanlage mit etwa 150 Pferden steht unter Quarantäne.
Keine Gefahr für Menschen
Für Menschen besteht nach derzeitigen Informationen keine Ansteckungsgefahr, da diese Form der Influenza nicht auf den Menschen übertragbar ist. Um eine weitere Verbreitung des Erregers innerhalb des Bestands zu vermeiden, wurden strenge Hygieneregeln umgesetzt und der Betrieb deutlich eingeschränkt.
Nach Angaben des Pferdezentrums wurden Ende der vergangenen Woche bei einem Pferd auffällige Symptome einer fieberhaften Erkrankung festgestellt. Dieses Tier sowie die angrenzend untergebrachten Pferde wurden umgehend in den Quarantänebereich gebracht, gleichzeitig wurden Tupferproben zur Laboruntersuchung eingesendet.
Zusätzlich wurde bei allen Pferden des betroffenen Stalltrakts die Körpertemperatur kontrolliert. Am späten Freitagnachmittag fiel bei sieben weiteren Tieren desselben Stalltrakts eine erhöhte Temperatur auf, ohne dass zunächst weitere typische Krankheitssymptome auftraten. In Übereinstimmung mit dem vorhandenen Präventionskonzept wurden auch diese Pferde sofort isoliert und das Herdenmanagement in den verschiedenen Stallbereichen angepasst.
Veranstaltungen abgesagt
Parallel dazu wurden Veranstaltungen, die für das vergangene Wochenende geplant gewesen wären, abgesagt. Im Verlauf des Wochenendes kamen weitere Pferde mit Fieber hinzu, die meisten mit keinen oder nur leichten zusätzlichen Krankheitsanzeichen.
Zu Beginn der neuen Woche lagen schließlich die Laborbefunde vor: Mehrere Proben bestätigten eine Infektion mit Pferdeinfluenza, während Tests auf andere Erkrankungen negativ ausfielen. Die verantwortlichen Betreiber setzen nach eigenen Angaben auf strikte Hygienevorgaben und konsequente Quarantäneregeln, um den Erreger innerhalb der Anlage einzudämmen. Ziel ist es, die Zahl weiterer Krankheitsfälle so gering wie möglich zu halten und eine Ausbreitung auf andere Bestände zu verhindern.


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