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WELS. „Es ist schon eine Riesenaufgabe für die rund 142.000 Menschen in der Region mit einer Fläche von 500 Quadratkilometern, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr da zu sein“, eröffnete Bezirksstellenleiter Bernhard Ploier die Bilanz-Pressekonferenz. In Summe leisteten die rund 1.400 Mitarbeiter 346.874 Stunden für die Sicherheit der Bevölkerung.

Welser Bezirksstellenleitung v.l.: Bernhard Ploier, Josef Gruber, Stefan Buder, Andreas Heinz (Foto: RK Wels)

In den acht Ortsstellen des Roten Kreuzes (Wels, Marchtrenk, Lambach, Sattledt, Krenglbach, Thalheim, Steinerkirchen und Buchkirchen) versehen rund 1.300 Freiwillige, 60 Hauptberufliche und 50 Zivildiener ihren Dienst. Nicht ganz 347.000 Stunden waren es für Rettungs- und Krankentransport, Jugendarbeit und soziale Angebote (Rot-Kreuz-Märkte, Besuchsdienste, Rufhilfe und einiges mehr). „Wir haben ein breites Betätigungsfeld“, meint Ploier, auch wenn die Bevölkerung das Rote Kreuz mit Blaulicht bei Rettungseinsätzen verbindet. „Sie können immer auf uns zählen, wenn Sie rasche Hilfe brauchen. Wir sind im Hintergrund für Sie da, wenn Sie auf dem Volksfest oder bei Großveranstaltungen Ihre Freizeit genießen, und wir sind vorbereitet auf künftige Großereignisse in und um Wels“, sagt Bezirksrettungskommandant Andreas Heinz.

„Lieferservice-Mentalität“

Die Kurse für die Ausbildung zum Rettungssanitäter sind voll. Neuzugänge übersteigen die Abgänge, gleichwohl die Anforderungen steigen. „Gerade in der Nacht müssen wir immer mehr Fahrten durchführen. Das fordert die Mannschaft“, meint Heinz. Es hat sich ein bisschen die Lieferservice-Mentalität eingebürgert: „Unter dem Motto ‚Ich zahl ja eh dafür‘ werden wir angerufen und fahren. Früher wäre ein Freund oder ein Verwandter gefahren“, spricht Heinz von einer Vollkaskomentalität, die gerne in Anspruch genommen wird, da die Hemmschwelle gesunken ist. „Noch können wir das bewältigen“. Das liegt am Engagement der Mitarbeiter und auch am Nachwuchs: „Wir schauen auch, dass wir aus den eigenen Reihen Sanitäter hervorbringen“, sagt Bezirksstellenleiter-Stellvertreter Stefan Buder. In den Jugendgruppen sind rund 380 Kinder und Jugendliche aktiv und werden in Erster Hilfe, aber auch im Notfallmanagement ausgebildet. Dazu kommen die Zivildiener. Einer Verlängerung des Zivildienstes stehen die Welser Rot-Kreuzler positiv gegenüber: „Es kommen wieder geburtenschwache Jahrgänge“, meint Bezirksstellenleiter-Stellvertreter Josef Gruber. Außerdem ist auch die Drop-out-Rate hoch. Da müssen wieder die Mitarbeiter einspringen. 


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