NS-Zeit in Wels: Lesung aus neuem biografischen Roman
WELS. Der Großvater von Stefan Reichhart, Josef „Sepp“ Reichardt begann 1931 in den heutigen Räumen der Buchhandlung seine Ausbildung zum Schriftsetzer bei der Druckerei Haas. Ebendort stellt Reichhart am Donnerstag, 24. September 2026, 19 Uhr seinen biografischen Roman „Es blieb nur die Flucht“ vor.

Die Buchhandlung Skribo Haas ist ein historischer Ort in Reichharts Familiengeschichte und zugleich ein Schauplatz des Romans: Sein Großvater Josef „Sepp“ Reichardt begann 1931 in der Druckerei Haas seine Ausbildung zum Schriftsetzer.
Der Roman erzählt nach wahren Begebenheiten die Geschichte von Reichharts beiden Großvätern auf entgegengesetzten Seiten der Diktatur: Der junge Welser Sepp kämpfte fanatisch für den Anschluss und arbeitete später für den militärischen Geheimdienst des NS-Regimes. Der streng katholische Rheinländer Paul druckte hingegen heimlich Flugblätter gegen die Herrschaft des „braunen Trommlers“ und musste schließlich mit seiner Familie vor der Gestapo fliehen. „Nach dem Krieg traute mein Großvater sich gar nicht mehr nach Wels zurück“, erinnert sich Reichhart, der heute in Aachen zuhause ist.
Welser Szenen im Roman
Die Druckerei Haas wird im Roman auch wegen ihrer Verbindungen zum Nationalsozialismus während der österreichischen NS-Verbotszeit thematisiert. Weitere Welser Szenen behandeln unter anderem das Soldatentreffen von 1937, die Absetzung des Polizeikommissärs Dr. Swoboda, die Verhaftung des Primärarztes Dr. Anton Hittmair und die sogenannten Reibpartien nach dem Anschluss.
Eintritt frei.








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