Helena Schulze aus Wels gewinnt Geschichtenwettbewerb
WELS. Beim Geschichtenwettbewerb des OÖ Familienbundes überzeugte die neunjährige Helena Schulze aus Wels mit ihrer fantasievollen Geschichte „Ein seltsamer Besuch“.

Beim Geschichtenwettbewerb des Familienbundes ging es darum, den Geschichtenanfang der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Sabina Sagmeister fortzusetzen. Unter allen Einsendungen konnte sich im Bezirk Wels und Wels-Land Helena Schulze mit ihrer Geschichte „Ein seltsamer Besuch“ durchsetzen.
So hat Sabine Sagmeister die Geschichte begonnen ...
„Theo war langweilig. In diesem Moment rief Mimi an. „Hast du morgen schon was vor? Nein? Na, jetzt schon.“„Okay. Und was?“, wollte Theo wissen.„Ich habe uns für eine Führung im technischen Forschungszentrum angemeldet.“ Erwartungsvoll machte Mimi eine Pause.„Computer? Chemie-Labor? Und geheime Experimente? Klar, das machen wir“, stimmte Theo begeistert zu. Im Hintergrund bellte Mimis Hündchen Pixel zur Bestätigung.
Am nächsten Tag begrüßte sie ein weißer Roboter in der Empfangshalle des Forschungszentrums. „Pling. Hallo, ich bin Robina. Pling. Ich begleite euch heute. Pling. Bitte entfernt euch nicht von mir. Pling. Manche Räume sind nur für Wissenschafter. Pling.“„Wow, ist das cool“, ließ Theo hören.„Total aufregend“, stimmte Mimi ein. Sie hatte ihre große Tasche vor sich auf den Boden gestellt. Aus den Augenwinkeln sah Theo, dass sich diese bewegte. „Nein, oder?“, zischte er ihr zu. Mimi klimperte mit den Augenlidern. Und während die beiden noch stritten...“
Und so erzählt Helena weiter ...
… kroch ein kleines grünes Wesen hervor. Die Kinder trauten ihren Augen nicht. Es war ein Außerirdischer. Was hatte der hier verloren? Mit offenen Mündern starrten die Freunde ihn an. „Ich dachte, dass Außerirdische im Weltraum leben und nicht hier“, wunderte sich Mimi über den seltsamen Besuch.
Genau dasselbe wollte auch Theo sagen. „Ich glaube, er hat sich verirrt. Wie kommt er in deine Tasche rein“, fragte der Bub neugierig. Mimi antwortete: „Naja, als ich noch zuhause war, hatte ich das Fenster offen, während wir telefoniert haben. Dann ist der Außerirdische wahrscheinlich rein gesprungen und war die ganze Nacht bei mir.“
Die beiden überlegten, wie sie ihm helfen könnten, wieder nach Hause zu gelangen. „Wir können meinen Onkel Alphi fragen, der kennt sich super aus mit dem Weltraum“, schlug Theo vor. „Gut, dann treffen wir uns um drei bei dir. So lange kann der Außerirdische bei mir wohnen. Wenn meine Mama nichts dagegen hat“, war Mimi einverstanden.
Als sie sich am nächsten Tag trafen, meinte sie: „Ich habe kaum geschlafen. Toni hat die ganze Zeit komische Geräusche gemacht. So habe ich ihn genannt. Wo wohnt eigentlich dein Onkel?“ „Nicht weit von hier entfernt“, antwortete der Junge. Also machten sich die Freunde auf den Weg zu ihm (natürlich mit Toni in der Tasche).
Bei ihm angekommen fragte er verdutzt: „Woher habt ihr dieses komische Wesen her? Ist Das ein Außerirdischer?“
„Wir haben ihn in der Tasche von meiner Freundin Mimi gefunden. Deshalb sind wir zu dir gekommen. Du kennst dich doch mit solchen Sachen aus. Oder“, erklärte Theo.
„Gut, das wird schwierig. Lasst mich mal überlegen ... . Ich kann euren Freund mit einer Rakete nach oben fliegen lassen. Hat er eigentlich schon einen Namen?“, fragte der Mann. „Toni!“ riefen die Kinder gleichzeitig. „Krzmiku gosal vite“, sagte Toni aufgeregt. Mimi wollte wissen: „Und wie stellen wir das an? Haben sie etwa eine Rakete?“ „Nein“, meinte Alphi. Die drei wussten nicht mehr weiter.
Beim Weltraumbahnhof fragen, ob sie den Außerirdischen mitnehmen? Nein, das würde nicht gehen. Auf einmal hatte Theo eine Idee. „Du, Alphi, du könntest doch selber eine Rakete bauen. Und wir werden dir dabei helfen“, fiel ihm ein. „Ja ich kann es zumindest versuchen“, sagt der Onkel. „Wann fangen wir an?“ fragte Mimi eifrig. Sie liebt es, wenn etwas gebaut werden muss. „Am besten jetzt gleich“, rief Alphi. Also machten sie sich an die Arbeit.
Der Mann erklärte den Kindern, wie man beginnt eine Rakete zu bauen. Obwohl Mimi eh schon fast alles auswendig wusste. Das war gar nicht so einfach, denn man musste schließlich auch alle Teile dafür haben. Am Abend hatten sie die Rakete noch nicht fertig gebaut, aber es sah schon mal gut aus.
„Wir machen morgen weiter. Es ist schon spät“, meinte Onkel Alphi. Als das Team sich am nächsten Tag traf, machte es sofort weiter. Es dauerte viele Wochen, bis die Rakete fertig war. Sie sah dann nicht perfekt aus, aber gut. Es musste nur noch der Außerirdische rein, dann wäre alles erledigt. „Dürfen wir zum Weltraum mitkommen? Wer weiß, was Toni anrichten kann“, bittet Mimi. „Hm, ist das nicht zu gefährlich für euch? Und wir müssen ja auch noch Anzüge für den Weltraum besorgen“, meinte Alphi.
„Bitte!!!“, riefen die Freunde.
„Na gut“, stöhnte der Onkel. Nach einer Stunde gingen sie in ein großes Kaufhaus und suchten Anzüge. Einen Augenblick später meinte Mimi: „Ich sehe hier keine Anzüge. Wir können morgen wieder kommen.“
Als die drei nach Hause kamen, staunten sie nicht schlecht. Es stand eine Satellitenschüssel im Garten. „Ich glaube die Außerirdischen sind gekommen, um Toni zu holen“, sagte Theo.
„Tja, dann müssen wir uns von ihm verabschieden“, sprach Alphi. „Auf Wiedersehen“, riefen alle drei zu Toni. „Miku ritu pato“. verabschiedete sich Toni. Und dann flog er davon.








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