WM-Finale: Ein Stoßgebet für "die Feurigen"
WELS. Wenn am Sonntag die kroatische Fußballmannschaft in Moskau um den Weltmeister-Titel kämpft, dann bekommen die Spieler geistlichen Beistand aus der Stadtpfarre Wels. Denn Pfarradiministrator Niko Tomic ist gebürtiger Kroate und selbst begeisterter Fußballspieler.

Auch wenn Tomic in der österreichischen Fußball-Priester-Nationalmannschaft spielt: beim WM-Finale schlägt sein Herz voll und ganz für die kroatische Nationalmannschaft.
Dieser aus kroatischer Sicht historische Sonntag, wird für den Pfarradministrator vorerst noch ganz normal beginnen: mit Gottesdiensten um 9 und 10.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Kann sein, dass bei diesen Feiern auch schon ein kleines persönliches Gebet des Geistlichen für „die Feurigen“, die kroatische Nationalmannschaft, mit dabei ist. Ganz sicher allerdings dann, wenn sich Tomic am Abend in Richtung Public Viewing aufmacht. Da gibt es ein Stoßgebet und vor Spielbeginn ein Kreuzzeichen, denn das macht Niko Tomic immer vor Spielbeginn, egal ob er selbst auf den Platz geht oder die kroatischen Spieler.
„Eine Riesenfreude für unsere kleine Nation“
Mit der bisherigen Leistung der kroatischen Nationalmannschaft ist Tomic mehr als zufrieden. „Das ist ein Riesenerfolg der Kroaten und da darf man auch jetzt schon stolz sein. Sollte es tatsächlich für den WM-Titel reichen und die Franzosen bezwungen werden können, dann ist das sicherlich eine Riesenfreude für unsere kleine Nation.“
Public Viewing mit kroatischen Freunden
Aufregend wird der Abend am nächsten Sonntag im Welser „Minoriten-Stadion“ für Pfarradministrator Tomic auf jeden Fall. Mit ihm werden viele weitere kroatische Freunde beim Public Viewing mitfiebern und das eine oder andere Stoßgebet gen Himmel senden. Und sollten am Ende „die Feurigen“ gewinnen, dann wird wohl auch in Wels die Nacht zum Tag gemacht.


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