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WELS. Die Bilanz nach den Turn-Staatsmeisterschaften kann sich für Ricardo Rudy sehen lassen: Je zwei Mal gab es den kompletten Medaillensatz. Die Belohnung ist jetzt die Quali für die Turn-Europameisterschaft im Dezember in der Türkei.

Riccardo Rudy kann zufrieden auf die Turn-Staatsmeisterschaften zurückblicken. Foto: ÖFT/Oliver Lerch

Die Bilanz im Einzelnen: Gold gewann Rudy am Pauschenpferd und am Sprung. Silber holte er sich am Boden und gemeinsam mit seinem oberösterreichischen Kollegen in der Mannschaft. Dann gab es noch Bronze an den Ringen und im Mehrkampf.

Rudy absolvierte nach seinen Anfängen im Turnverein in Wels das BORG für Leistungssportler in Linz und wechselte dafür von der WTV-Halle ins Turnleistungszentrum in die Landeshauptstadt. Mittlerweile trainiert er rund 25 Stunden pro Woche mit dem Nationalteam in Innsbruck, unter dem Nationaltrainer Petr Koudela.

Neben seiner sportlichen Basis hat der Turner auch seine Ausbildung nach Tirol verlegt, weil er dort neben seinem zeitraubenden sportlichen Engagement auch noch Architektur studiert. Durch seine Erfolge hat er sich auch eine der begehrten und limitierten Sportförderungsanstellungen beim Bundesheer erkämpft, und wird ab Jänner 2021 als „Militärperson auf Zeit“ angestellt. Wenn es so weitergeht, dann ist auch noch mehr möglich.

Trotz aller Erfolge nimmt er sich aber auch immer wieder Zeit in seiner alten Heimat Wels vorbeizuschauen. Für die WTV-Nachwuchshoffnungen der Leistungsriege unter Edi Bruckbauer ist Ricardo ein Vorbild zum Angreifen. Er gibt den jungen Talenten immer wieder Tipps, wie sie noch besser werden können.


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