Mit einem zünftigen „Griaß Eich“ in eine neue Welser Volksfest-Zukunft
WELS. Die Marschrichtung für das Volksfest 2.0 ist klar. Mehr Qualität, mehr Tradition, mehr Gemütlichkeit. Diese drei Mehr werden durch eine zusätzliche Einbindung der Welser Christkind GmbH erreicht. Das Motto ist klar: „Griaß Eich - Das Genussvolksfest“.

“Das Volksfest ist Teil der Welser Identität. Wir wollen das Volksfest zur alten Blüte zurückführen“, eröffnet Bürgermeister Andreas Rabl die Vorstellung des neuen Konzeptes. Im Herbst 2018 wird „Griaß Eich“ starten. Die Unternehmensgruppe „Christkind Gmbh“, die in den nächsten Wochen kräftig um Kapital und auch Gesellschafter entsprechend aufgestockt wird, bewirtschaftet und vermarktet das Areal zwischen Messeteich und Europacenter (rund 8000 Quadratmeter). Herzstück wird die „Griaß Eich“-Bierwelt sein mit bis zu 3000 Sitzplätzen (inklusive Gastgarten mit bis zu 1000 Sitzplätze). Ein externer Festwirt wird gesucht. In einer Vereinbarung werden Konzept, Programmablauf, Speisen- und Getränkeangebot geregelt: „Darüber hinaus werden die Hütten der Weihnachtswelt eingesetzt, die hier einen Dorfcharakter entstehen lassen plus Nostalgie-.Fahrgeschäfte. Wichtig ist, dass auf Regionalität gesetzt wird und auf Tradition. Das bedeutet vom Handwerk bis zur Volkskultur vom Most und Knödel bis hin zu anderen typisch oberösterreichischen Produkten“, sagt Florian Fritsch einer der Gesellschafter.
In einer Strategieklausur der Gesellschafter plus Stadt und Messe wird weiter an den Details gearbeitet und verfeinert: „Wichtig ist es, dass wir Unternehmer ins Boot holen, die dann ab 2018 beim Genussvolksfest Feste feiern können, Gäste und Kunden einladen und so weiter“, erklärt Peter Jungreithmair.
Zu den Menschen
Das Volksfest muss wieder zu den Menschen. Jährlich wird dann dieses Zehn-Tages-Fest stattfinden. Die Messe wird sich hinsichtlich der Herbstmesse „Vielfalt“ und auch des Volksfestgeländes hinter der Stadthalle Dinge überlegen: „Das Volksfest ist vor gut 140 Jahren von Welser Unternehmern gegründet worden. Jetzt bringen sich viele ein. Der Weg ist richtig“, ist Messepräsident Hermann Wimmer überzeugt.
Auch die Abstimmung, was am restlichen Freigelände bezüglich Volksfest passiert, wird in Abstimmung mit der Gruppe erfolgen. Die Richtung ist klar. Weniger Imbissstände aller Art, mehr Qualität bei den Schaustellern und Fahrgeschäften. Für die Messe Blühendes Österreich 2017 im Frühjahr gibt es bereits einige Änderungen: „Der Bierpreis wird sicher unter 5 Euro sein. Dazu gibt es im Zelt Partymusik erst ab 20 Uhr. Dazu gibt es eine Wohlfülzone am Teich und eine zweigeschossige Almhütte mit gehobener Gastronomie“, so Messedirektor Robert Schneider. In der Weinkost soll bis 22 Uhr vermehrt auf Wein gesetzt werden und erst ab Mitternacht die Party mit neuen Dj´s beginnen. Das Weindorf richtet sich an das jüngere Publikum.
Jedes Jahr ab Herbst 2018
Diese künftige Trennung zwischen Frühjahrs-Volksfest und alljährlichem Zehn-Tage-Griaß-Eich-Fest ist für Schneider sinnvoll: „Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Es sind viele Ideen vorhanden, die wir nun bündeln müssen. Die Stadt wird sich auch als Gesellschafter noch mehr einbringen. Bis September 2017 werden alle Details ausverhandelt und die Verträge unterschriftsreif sein“, ist sich der Bürgermeister Rabl sicher. Zentraler Punkt ist für ihn und vor allem die Unternehmergruppe der Aufbau eines regionalen Wirtschafts- und Partnernetzwerk sein. „Mit diesem Bekenntnis der Unternehmer zum Volksfeststandort ist das Konzept realisierbar“, meint Rabl. Es braucht die Tischbuchungen und Kooperationen.
Applaus und Auftrag
Den gibt es von Volkspartei: Stadtparteiobmann Peter Csar: „Es ist begrüßenswert, dass Private sich einbringen, dieses Engagement gehört gefördert und ausgebaut. Es darf nicht gelten Privat gegen Messe, sondern Privat mit Messe – denn das ist ein Erfolgsfaktor!“ Das Konzept „Griaß eich“ muss mit dem traditionellen Volksfest zu einem attraktiven Angebot zusammengeführt werden. Wettbewerb ist gut, aber keine Volksfest-interne Konkurrenz. VP-Stadtrat Peter Lehner: „Zum Festbieranstich ist es noch viel zu früh. Feiern kommt erst nach der Arbeit.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden