Streitpunkt Stadtplatz Neu: Verschwendung oder Sinnvoll
WELS. Im Gemeinderat ist die die Umgestaltung des Stadtplatzes mit Stimmenmehrheit durchgekommen. Es wird weiterhin diskutiert, ob die Maßnahmen (siehe Infokasten) sinnvoll sind oder nicht.

Bürgermeister Andreas Rabl (FP) beharrt auf die Vorgehensweise und sieht nur positives: „Die indirekte Beleuchtung hat die Fußgängerzone erheblich aufgewertet. Die Lampen können an anderen Orten, wie zum Beispiel am Treppelweg, eingesetzt werden. Der Platz wird auch durch den Umbau des Brunnens leichter bespielbar, weil teure Umbaumaßnahmen für den Eisachter, Weihnachtswelt wegfallen“. Innenstadt-Referentin Christa Mühlberger-Raggl: „Mit den geplanten Maßnahmen wird der Stadtplatz noch besser in den Mittelpunkt gerückt“. Für den Wirtschaftsreferenten Peter Lehner (VP) „werden zahlreiche Verbesserungen für die Nutzungsmöglichkeiten und das Ambiente erreicht.“ Was die Beleuchtung anbelangt, beginnen jetzt die Gespräche mit den Hausbesitzern. Weiters wird die Errichtung einer Begegnungszone geprüft.
Keine Überdachung
Eine Überdachung des Minoritenplatzes ist kein Thema mehr. Zu hohe Kosten und auch Probleme im Brandfall. Die Vergrößerung der Parkbuchten lässt im Westteil acht Parkplätze verschwinden. Ob der Stadtplatz und/oder Minoritenplatz autofrei werden soll, lässt der Bürgermeister ergebnisoffen: „Wenn jemand eine gute Idee hat, dann einfach her damit“. Beim Agenda 21-Prozeß hat es bereits eine eigene Gruppe für den Minoritenplatz gegeben, die sich mit der Nutzung beschäftigt hat. Diese hat dem Bürgermeister noch einmal den Abschlussbericht übermittelt.
Enthaltung
SP-Stadtrat Klaus Hoflehner: „Die deutliche Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer am westlichen Stadtplatz sehe ich sehr positiv, die Verbreiterung der Parkbuchten ist eine längst fällige Anpassung“, so der Verkehrsreferent. Die SPÖ hat sich im Gemeinderat der Stimme enthalten. „Während bei Verschönerungsaktionen in der Innenstadt Geld offenbar keine Rolle spielt, geschieht in den Stadtteilen so gut wie nichts und FPÖ und ÖVP blockieren Maßnahmen, von denen die Welser Bevölkerung direkt profitieren würde“, meint Fraktionsobmann Stefan Ganzert. Vzbgm. Silvia Huber fordert einen autofreien Stadtplatz. Die Lampen sind erst zehn Jahre. Jetzt werden sie ausgetauscht: „Das ist Geldverschwendung“.
„Kein Gesamtkonzept“
Für den Neos Gemeindertat Markus Hufnagl hat die Neugestaltung des Stadtplatzes und vor allem die Errichtung der Wasserspiele nur einen Grund: „Der alte Brunnen steht dem Eisachter im Weg“. Es sind dies alles nur kosmetische Maßnahmen. „Es fehlt einfach wieder einmal das Gesamtkonzept“, so Hufnagl.
Zahlen, Fakten
Insgesamt werden am Stadtplatz rund 994.000 Euro investiert. Die Umsetzung der Maßnahmen ist nach derzeitigem Stand für Frühjahr 2018 vorgesehen. Die Arbeiten werden nach dem Abbau des Eisachters beginnen.
Beleuchtung: Die Lampen werden abgebaut. Es wird auf indirekte Beleuchtung mit LED-Technik gesetzt. Geschätzte Kosten: Rund 530.000 Euro.
Wasserspiele: Die in den 1980er Jahren geschaffene Fußgängerzone zwischen Traungasse und Pfarrgasse bekommt anstelle des bestehenden Brunnens eine Wasserinstallation in Form von Bodenfontänen. Die Fontänen werden in ausgeschaltetem Zustand begehbar und überbaubar. Kosten: 290.000 Euro
Verkehr: Die Parkbuchten werden auf 2,5 Meter Breite vergrößert. Im West-Teil des Stadtplatzes werden Übergänge geschaffen und teilweise der Gehsteig verbreitert. Dazu gibt es mobile Bepflanzung. Kosten: 154.000 Euro.


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02.06.2017 13:33
Stadtplatz Neu
Ich war der Meinung das die Stadt Wels sparen muss. Da sieht man wieder das etwas schief läuft. Ein Prestigeprojekt von Bürgermeister Rabl.So wird Geld verschwendet und der Bürger muss das so schlucken.Der bestehende Brunnen ist schön und bei den Kindern und großen “Kindern“ sehr beliebt. Man kann nur abwarten was da noch alles auf uns zukommt.