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WELS. Nach dem Stand der 44 Messungen an den 22 Messstellen sieht es auf dem Gelände der ehemaligen Maurer Deponie in Laahen nicht nach einem Umweltskandal. Weder im Boden, Grundwasser noch in der Raumluft gab es ein Überschreiten der Grenzwerte, heißt es seitens der Stadt.

Bei der privaten Probebohrung kam einiges zum Vorschein. Foto: privat
Bei der privaten Probebohrung kam einiges zum Vorschein. Foto: privat

Die ehemalige Mülldeponie wird bereits seit 2001 vom Land Oberösterreich beobachtet.  Im Rahmen des Altlastensanierungsgesetzes (ALSAG) wurden in den Jahren 2017 und 2018 zahlreiche Raumluftmessungen, Bodenluftuntersuchungen und Grundwasseruntersuchungen durchgeführt. Insgesamt wurden 44 Messungen an 22 Messstellen gemacht.

An keiner Messestelle wurde bei den Raumluftmessungen das Deponiegas Methan gemessen. Auch im Boden wurden weder Methan noch Schwefelwasserstoff nachgewiesen. Die fachliche Beurteilung lautet, dass keine Deponiegasmigration festzustellen war. Bei den Grundwasseruntersuchungen wurden ebenfalls keine Überschreitungen der Maßnahmenschwellwerte festgestellt.

Bei den Ergebnissen des Landes wurden auch die privat initiierten Untersuchungen des Grundstückseigentümers miteinbezogen. FP-Bürgermeister Andreas Rabl: „Die ersten Untersuchungen zeigen deutlich, dass von der ehemaligen Mülldeponie keine Gefahr ausgeht“ SP-Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Die nun vorliegenden Ergebnisse bringen ein erstes Aufatmen. Ich hoffe, dass nach Abschluss aller noch geplanten Untersuchungen die anfänglichen Bedenken ausgeräumt werden können.“ VP-Stadtrat Peter Lehner: „Trotz der positiven Gutachten wird die Maurer-Deponie nicht umgewidmet. Eine langfristige und permanente Überprüfung der Fläche ist im Interesse der Welser“.

Vorgeschichte

Im Herbst des Vorjahres kochte die Geschichte hoch. Der Grundstückseigentümer Alexander Maurer veranlasste eine Probebohrung. Bei der trat allerlei Unrat und auch Olfässer zu Tage. Der Eigentümer will das Grundstück verkaufen, das aber als Verdachtsfläche geführt wird. Bis 1964 war das Areal eine Schottergrube, dann eine Deponie. Die Auflagen waren unter anderem keine chemischen Stoffe und Mineralöle, die Verpflichtung zur Abzäunung und eine ständige Aufsicht. So weit so gut. An diese Auflagen hätte sich aber niemand gehalten, meint der Grüne Fraktionsobmann Walter Teubl. Im Herbst 2018: „Auch Bauschutt sowie Industrie- und Gewerbemüll landeten in der zehn Meter tiefen Grube“.  Auch ein langjähriger Anrainer erzählte: Da wurde alles Mögliche hineingeworfen. Altreifen, Kühltruhen, Neonröhren, Lacke und Lösungsmittel. Eine normale Hausmülldeponie war das bestimmt nicht“.


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