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Fachhochschule Wels: Innovative Köpfe vor den Vorhang geholt und ausgezeichnet

Gerald Nowak, 01.02.2020 12:46

WELS. Der Innovation Award der Fachhochschule Wels ist seit Jahren eine wichtige Plattform, um innovative Ideen der Studierenden auszuzeichnen. „Forschung und Entwicklung sind der Schlüssel, um im globalen Innovationswettbewerb mithalten zu können“, sagte FH-Fördervereins-Obmann Günter Rübig.

Auszeichnung für den Sattledter Sebastian Huber. Foto: Land OÖ/Stinglmayr
Auszeichnung für den Sattledter Sebastian Huber. Foto: Land OÖ/Stinglmayr

Mit diesem Preis werden praxisnahe und innovative Diplom- und Masterarbeiten und Forschungsassistenten ausgezeichnet. Verliehen wurden die Preise von Wirtschafts- und Forschungs-VP-Landesrat Markus Achleitner, Bundesministerin a.D. Sektionschefin Iris Rauskala, dem Welser FP Bürgermeister Andreas Rabl, dem FH-Fördervereins-Obmann Günter Rübig und der Sparkasse OÖ-Vorstandsvorsitzenden Stefanie Huber.

„Die erfolgreichen Technik-Absolventen sind mit ihrem Know-how die Innovationsmotoren für unsere Zukunft in Oberösterreich“, gratulierte Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner bei der Preisverleihung.

So berichtete die aus Wels stammende Bundesministerin a.D. Iris Rauskala in ihrer Keynote. Ein spezielles Anliegen ist ihr die Frauenförderung in der Bildung - und hier besonders im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. „Unser Ziel muss es sein, geeignete Rahmenbedingungen zu erzeugen, die es ermöglichen, dass mehr Frauen MINT-Studienrichtungen ergreifen. Unter den Siegern war beispielsweise die Bio- und Umwelttechnik-Absolventin Kerstin Fürnweger. Skje gewann den Award in der Kategorie Umwelt & Naturwissenschaften. Sie hat für die MedUni Wien an kleinmolekularen Substanzen geforscht, die das Wachstum von aggressiven Gehirntumoren verhindern sollen.

Forschungsassistent des Jahres wurde Peter Lanzerstorfer, der an toxikologischen Untersuchung von Lebensmittelinhaltsstoffen forscht.

Regionaler Preisträger

Sebastian Huber (25) aus Sattledt hat mit seiner Masterarbeit im Studiengang Automotive Mechatronics & Management den zweiten Platz in der Kategorie „Technik – Automatisierungstechnik / Mechatronik“ belegt. Er hat für einen elektrisch betriebenen Bagger der Firma Wacker Neuson ein neuartiges Regelungskonzept entwickelt. Huber hat sich imit der Auslegung und der praktischen Erprobung einer Drehzahlregelung für einen elektrisch betriebenen Minibagger beschäftigt. Durch diese Drehzahlregelung mit hydraulischer Konstantpumpe konnte ein annähernd identisches Betriebsverhalten zum bestehenden Antriebssystem erreicht werden.  Dabei wird beim neuen System die gute Dynamik des Elektromotors ausgenutzt und nicht wie beim bestehenden System der Motor auf konstanter Drehzahl betrieben. Der Vorteil liegt an den geringeren Kosten der hydraulischen Konstantpumpe im Vergleich zur derzeit verwendeten Verstellpumpe, wodurch die Gesamtmaterialkosten des Baggers reduziert werden können.


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