Niederschlagsdefizit: Enorme Schäden in der Land- und Forstwirtschaft
WELS/WELS-LANd. Seit Anfang März hat sich mit einer ernsten Trockenperiode eine Extremwetterlage in ganz Europa eingestellt. Dieser April könnte der trockenste April seit Messgeschichte werden.

Das Niederschlagsdefizit bisher liegt zwischen 50 und 90 Prozent je nach Region. Auch die Messstelle in Schleissheim registrierte von 30. März bis 28. April nur 12 Millimeter Niederschlag.
Grundwasserstand sinkt
Die Grundwasserstände in Oberösterreich befinden sich seit langem in einem alarmierenden Sinkflug. An vielen Messstellen werden seit Monaten Negativrekorde aufgezeichnet. Bereits Anfang April bei einem Lokalaugenschein der Grünen in Steinerkirchen saßen mehrere Häuslbauer auf dem Trockenen. Der dortige 38 Meter tiefe Brunnen gibt nur mehr sporadisch Wasser. Der Grundwasserspiegel ist so niedrig, dass nun auf 90 Meter gebohrt werden muss. Die Konsequenzen des fehlenden Niederschlags werden aber auch enorme Schäden in der Land- und Forstwirtschaft sein. Wie groß, ist noch nicht abzusehen.
Brunnen ausgetrocknet
„Die Bedrohung durch den stetig voranschreitenden Klimawandel wird immer spürbarer und sichtbarer: Trockene Felder. Ein Borkenkäfer, der in den Wäldern wütet. Familien, die in der Peripherie den Wasserhahn aufdrehen und es kommt nichts mehr, weil der Grundwasserspiegel so niedrig ist“, warnt Klimalandesrat Stefan Kaineder.
„Jetzt handeln“
„Das sind die Vorboten der Klimakrise und hier müssen wir jetzt handeln. In einem der wasserreichsten Länder dieser Erde fehlt es immer mehr an Niederschlag. Daher müssen wir alle wirtschaftlichen Anstrengungen beim Wiederaufbau unseres Landes vor allem unter dem Aspekt des Klimaschutzes stellen. Es muss uns gelingen, mit einem Kraftakt zwei Krisen zu bekämpfen. Das bedeutet, dass wir jetzt in den Kampf gegen die Klimakrise massiv investieren müssen. Alle unsere Maßnahmen müssen krisensicher und klimafit sein“, soKaineder.


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