Neue Strompreise für Wels: "Es geht nicht anders"
WELS. Die Briefe für die Strompreis-Erhöhungen flattern in die Haushalte. Der Unmut ist groß. Denn auf der einen Seite wird mit der sicheren Energie aus dem Kraftwerk Traunleiten geworben und andrerseits werden die Preise verdreifacht: „Der Strompreis ist an den Marktpreis gebunden. Es geht nicht anders“, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl.

Die Preisanpassung gilt ab 31.Dezember beziehungsweise für Kunden mit Preisgarantie ab 4. Februar 2023. Für Haushaltskunden mit dem Tarif Privat Strom erhöht sich der Energiepreis (Arbeitspreis ohne Netzkosten) von 10,16 Cent / kWh auf 32,94 Cent / kWh. In den sozialen Medien und in E-Mails und Telefonanrufen bei der Tips Redaktion wird die Erhöhung kritisiert und auch der Bürgermeister nicht gerade mit Lob überhäuft. Das Argument mit dem Neubau Kraftwerk Traunleiten lässt Rabl nicht gelten: „Auch die Energie AG hat die Preise erhöht und die betreiben auch Kraftwerke“, sagt Rabl: „Außerdem gehen wir davon aus rund drei Viertel der Welser wegen der Stromkostenbremse diese Erhöhung nicht in diesem Ausmaß trifft. Kunden mit einem Verbrauch von bis zu 2.900 Kilowattstunden zahlen zwischen drei und fünf Euro pro Monat mehr als bisher“, rechnet der Bürgermeister vor.
Entsprechende Anpassungen
Die Grundpreise werden gemäß Verbraucherpreisindex (VPI) um 10,5 Prozent angepasst. Alle anderen Tarifvarianten oder Zusatztarife (Nachtstrom, Wärmepumpe und so weiter) erhöhen sich im gleichen Verhältnis. „Sobald die Beschaffungskosten an den Märkten wieder sinken, können sich die Kunden selbstverständlich auf eine entsprechende Preissenkung im nächsten Jahr verlassen“, versichert Wels Strom Geschäftsführer Stefan Grassmann. Jetzt sei durch die Entwicklung der Preise an den Großhandelsmärkten dem Unternehmen nichts anderes übrig geblieben als die Erhöhung.


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