Mehr Qualität als nur noch "Brot und Spiele" für Wels: Oberndorfer verlangt Nachjustierung
WELS. Die Arbeit des WelsMarketing bewertet VP-Stadtrat Martin Oberndorfer grundsätzlich sehr gut. Die Zahlen belegen dies. Trotzdem sieht er jetzt den richtigen Moment die Strategie maßvoll zu ändern.

Zunächst ist hervorzuheben, dass die Welser Innenstadt in den vergangenen 10 Jahren eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung genommen hat, meint Oberndorfer. Dann kommt das große Aber, vor allem wenn das Event-Angebot für 2023 gleich bleibt. „Will man noch mehr kostspielige Events, noch mehr Besucher, noch mehr Entertainment in der Innenstadt oder ist es an der Zeit hier unser Profil als Stadt von Neuem zu schärfen und die nächste Stufe der Entwicklung zu erreichen“, fragt Oberndorfer.
Der Wirtschaftsstadtrat verlangt, dass die Stadtteile stärker gefördert werden. Die Zielrichtung sollte lauten: Kampf dem „Wirte-Sterben“ und dem Verwaisen wichtiger Einkaufsmeilen außerhalb der Innenstadt, wie etwa dem Grünbachplatz, verlangt Oberndorfer. Für die Innenstadt: „Noch mehr Events und ein noch dichterer Veranstaltungskalender als bisher, wie von Bürgermeister Rabl propagiert, helfen weder den Kaufleuten noch der Gastronomie in der Innenstad, so der Stadtrat. Der Mitarbeitermangel schlägt durch, außerdem dürfe man die Innenstadtbewohner nicht außer acht lassen. . Ein urbanes Lebensgefühl und positives Stadt-Image kann nur entstehen, wenn auch die Innenstadtbewohner zufrieden sind, ist er überzeugt.
Für die positive Entwicklung, was die Leerstände im Zentrum betrifft, sieht er das hervorragende Standortmanagement des Wirtschaftsservices mit Bereichsleiter Heinz Jellmair verantwortlich. „Anders als andere Städte, unterstützt Wels persönlich und sehr engagiert bei der Suche nach geeigneten Geschäftslokalen, bei Behördengängen und der Vermarktung neu eröffneter Geschäfte“, streicht Oberndorfer hervor.
Abschließend saugen die professionell vom Stadtmarketing organisierten Events auch viele Besucher von Vereinen und ihren Veranstaltungen ab. Für Sport- und Kulturvereine wird es immer schwieriger.


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