Warum sich Immobilienkauf 2026 auszahlt – und warum weiteres Warten ein Fehler ist
OÖ. Noch immer warten viele Menschen darauf, dass Immobilien günstiger werden oder die Zinsen deutlich fallen. Gerade in Oberösterreich ist diese Erwartung unrealistisch. Die Fakten sind klar: Wohnen wird nicht billiger. Wer 2026 weiter abwartet, verschlechtert seine Ausgangslage.
Der zentrale Punkt ist nicht der Zinssatz, sondern das Angebot. Es wird zu wenig neu gebaut. Projekte werden verschoben oder gar nicht mehr umgesetzt. Hohe Baukosten, strenge Vorgaben und fehlende Wirtschaftlichkeit führen dazu, dass der Wohnungsmarkt strukturell unterversorgt bleibt.
David Zulj, Immobilienexperte aus Oberösterreich, bringt es auf den Punkt: „Wir haben kein kurzfristiges Marktproblem, sondern ein dauerhaftes Angebotsdefizit. Solange zu wenig gebaut wird, steigen Mieten weiter – unabhängig von Hoffnungen auf günstigere Zeiten.“ Die Konsequenz ist eindeutig. Wer nicht kauft, muss mieten. Gleichzeitig kommt kaum neuer Wohnraum auf den Markt. Das treibt die Mieten nach oben. In vielen Regionen Oberösterreichs sind sie in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Kaufpreise. Und dieser Trend setzt sich 2026 fort.
Eigentum statt Miete
Ein Blick auf reale Zahlen zeigt, wie trügerisch das Abwarten ist. Leistbare Bestandswohnungen im Bereich von 130.000 bis 250.000 Euro lassen sich heute oft zu Monatsraten finanzieren, die auf dem Niveau einer durchschnittlichen Miete liegen. Der Unterschied ist wesentlich: Die Kreditrate baut Eigentum auf, die Miete ist dauerhaft verloren.
„Viele glauben, sie handeln vorsichtig, wenn sie warten“, sagt Zulj. „In Wahrheit zahlen sie jahrelang hohe Mieten und verlieren genau das Geld, das ihnen später für den Kauf fehlt.“
Ein weiterer Punkt wird oft ausgeblendet: das Konsumverhalten. Viele Haushalte leben dauerhaft über ihren Verhältnissen. Geld fließt in Urlaube, Auto-Leasing, laufenden Konsum und Kleidung – oft ohne Rücklagen und ohne langfristige Planung.
David Zulj formuliert das bewusst klar: „Viele sagen, Eigentum sei unleistbar, fahren aber geleaste Autos und konsumieren auf hohem Niveau. Das ist keine Einkommensfrage, sondern eine Frage der Prioritäten.“
Dieser Lebensstil funktioniert nur, solange alles reibungslos läuft. Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten setzen solche Haushalte zunehmend unter Druck. Eigentum wird dann als Risiko gesehen, obwohl es langfristig Stabilität schaffen würde.
Wohnen bleibt ein Grundbedürfnis
Die Rahmenbedingungen werden nicht leichter. Billiges Geld und großzügige Förderungen sind vorbei. Wohnen bleibt ein Grundbedürfnis – und genau deshalb wird es teurer, nicht günstiger.
Das Fazit von David Zulj ist klar: „2026 ist kein Jahr fürs Zögern. Wer realistisch kaufen kann, sollte handeln. Nicht aus Spekulation, sondern um sich langfristig gegen steigende Wohnkosten abzusichern.“
Eigentum ist keine Lifestyle-Frage, sondern eine strategische Entscheidung. Wer wartet, zahlt weiter steigende Mieten. Wer kauft, schafft Planungssicherheit.