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Thalheims Bürgermeister Christian Haagen: „Auch wir müssen unsere Kräfte einteilen“

Tips Logo  Anzeige, 11.03.2026 08:16

THALHEIM BEI WELS. In Thalheim hat im November 2025 eine beispiellose Amtsübergabe stattgefunden. Christian Haagen wurde vom Gemeinderat einstimmig zum Nachfolger von Bürgermeister Andreas Stockinger gewählt. Die Übergabe der Geschäfte an den Vizebürgermeister erfolgte reibungslos und gilt als vorbildlich, weil dieser von Stockinger akribisch als Nachfolger aufgebaut wurde. 

  1 / 2   Bürgermeister Christian Haagen startet in Thalheim mit Projekten für Gemeinschaft und Nachhaltigkeit. (Foto: Peter Echt)

Wie sind die ersten Monate als Bürgermeister verlaufen?

Christian Haagen: Dank der guten Vorbereitung ohne Probleme. Es hat alles super funktioniert und ich bin auch am Marktgemeindeamt gut aufgenommen worden. Natürlich waren die ersten Wochen recht turbulent, weil viele gleich einen Termin mit dem neuen Bürgermeister wollten und meine Tage waren und sind gut gefüllt. 

Was sind die ersten großen Themen, die für Sie anstehen?

Haagen: Wir haben einige Projekte am Start, wobei der Kindergarten der größte Brocken ist. Heuer ist Planungsjahr für den älteren Teil „Kunterbunt“. Wir klären, wie es damit weitergeht, ob sich eine Sanierung lohnt oder ob wir neu bauen müssen.  

Schon lange ein Thema ist die zweite Turnhalle, da wollte man 2026 mit dem Bau beginnen.

Haagen: Die haben wir vorübergehend auf Eis gelegt. 5,5 bis sechs Millionen Euro sind viel Geld und wir würden wenig gefördert bekommen. Und auch wenn es uns finanziell gut geht, müssen wir unsere Kräfte einteilen.

Wo wird 2026 noch investiert? 

Haagen: Im Zuge der Steigerung der Energieeffizienz rüsten wir alle unsere Gebäude auf LED um. Das ist nichts Spektakuläres, kostet aber für Kindergarten, Volksschule, Landesmusikschule, Feuerwehr, Sport- und Gesundheitszentrum und Amtsgebäude je nach Ausschreibungsergebnis annähernd eine Million Euro. 

Die Welser Landesgartenschau 2027 betrifft auch Thalheim 

Haagen: Genau. Weil der Reinberg (Anm. überwiegend im Eigentum der Stadt Wels) Teil der Landesgartenschau wird, ist auch Thalheim mit dabei. Ein Weg wird vom Trodatsteg entlang der Traun über unseren Bienengarten auf den Reinberg führen. Das nutzen wir, umVerschönerungsmaßnahmen am Treppelweg zu machen, von wo aus man einen schönen Blick auf die Traun hat. Wir wollen bis Herbst die Traunuferterrasse samt Holzdeck, das zum Verweilen und Niedersitzen einlädt, realisieren. Auch den Platz unter der alten Traunbrücke wollen wir attraktiver gestalten und einen Infopoint errichten. Von der 14 Nothelfer-Kapelle geht es dann in den Märchenpark am Reinberg. Dort errichtet Wels ein Labyrinth und eine Aussichtsplattform, von der man auf den Volksgarten blicken kann. 

Wie sieht es aktuell mit Wohnraum in Thalheim aus? 

Haagen: Das ist ein herausforderndes Thema. Die Grundstücks- und Baukosten sind hoch und es gibt aktuell wenig Bautätigkeit. Für junge Leute ist es daher schwierig, in Thalheim zu bleiben. Hier braucht es Konzepte und Überlegungen aber Potenzialflächen sind aktuell noch nicht verfügbar.

Was liegt Ihnen sonst noch am Herzen?

Haagen: Mir ist wichtig, den guten Stil zu bewahren, den wir im Gemeinderat und in Thalheim allgemein pflegen und dass wir alle miteinander konstruktiv für unsere Marktgemeinde weiterarbeiten. Die Digitalisierung am Amt soll vorangetrieben werden und die Frage der Nachnutzung der alten Raika muss noch geklärt werden. Besonders am Herzen liegt mir das gesellschaftliche Leben in Thalheim. Egal ob das Marktfest, der Nachtlauf, Konzerte oder andere Veranstaltungen, die die Leute zusammenbringen. Thalheim soll für jeden etwas bieten und ein sehr lebenswerter Ort bleiben.


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