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BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Eines der größten Projekte in der Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting wird die Neugestaltung des Marktplatzes. Bürgermeister Erwin Stürzlinger möchte hier möglichst viele Wünsche der Bevölkerung erfüllen.  

VP-Bürgermeister Erwin Stürzlinger (Foto: Gemeinde)
VP-Bürgermeister Erwin Stürzlinger (Foto: Gemeinde)

Wie wird der neue Marktplatz aussehen?

Erwin Stürzlinger: Das Anforderungsprofil versuchen wir gerade durch Bürgerbeteiligung herauszufinden. Uns ist wichtig, dass die Leute dabei sind, denn dann ist es „unser Marktplatz“. Weil wir möglichst alle Altersgruppen einbinden möchten, haben wir auch die Volksschulkinder schon nach ihren Vorstellungen gefragt. Es wird dann einen Bürgerbeirat geben, einen Architektenwettbewerb und 2027 eine Jurysitzung, in der die Entscheidung über die Gestaltung fällt. Gebaut wird 2028. Wir nehmen uns also ausreichend Zeit, damit ein bestmögliches Ergebnis herauskommt.

Nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energie sind in Bad Wimsbach wichtige Themen. Welche Schwerpunkte setzen Sie dabei?

Stürzlinger: Das E-Carsharing wird sehr gut angenommen und ist seit 2016 ein wichtiger Baustein unserer nachhaltigen Mobilität. Wir waren damals eine der Vorreitergemeinden in Oberösterreich und können den Nutzern jetzt ein neues Elektroauto mit rund 400 Kilometern Reichweite anbieten. Auch unsere Energiegemeinschaft entwickelt sich sehr positiv. Sie ermöglicht es den Mitgliedern, regional erzeugten Strom zu nutzen und damit Energiekosten zu sparen. Ergänzend dazu bietet Josef Malfent jeden ersten Freitag im Monat eine kostenlose Energieberatung an und unterstützt Bürger mit viel Fachwissen beimEnergiesparen.

Sie setzen als Bürgermeister einen starken Schwerpunkt auf die regionale Wertschöpfung. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

Stürzlinger: Unser Ziel ist es, die Kaufkraft in der Region zu halten und die heimischen Betriebe zu stärken. Deshalb werden wir die Wimsbacher Wertkarte EDV-gestützt weiterentwickeln. Mit den Bürgermeistern von Lambach und Stadl-Paura führen wir bereits sehr positive Gespräche über ein gemeinsames Wertkartensystem. Ziel ist eine regionale Wertkarte für alle drei Gemeinden, die bei den teilnehmenden Betrieben gemeindeübergreifend eingelöst werden kann. Denkbar wäre auch, das als LEADER-Projekt umzusetzen.

Wie schaffen Sie leistbaren Wohnraum in Bad Wimsbach?

Stürzlinger: Junge Familien sollen sich in Bad Wimsbach ein Zuhause schaffen können. Deshalb entwickelt die Gemeinde selbst Baulandprojekte mit leistbaren Grundstücken. Im Herbst startet zudem im Bachäcker ein Wohnbauprojekt mit zwölf Eigentums- und zwölf Mietwohnungen. Weil wir diese Entwicklung frühzeitig eingeplant haben, wurde im vergangenen Jahr ein zusätzlicher Kindergarten eröffnet.


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