Offenhausens Bürgermeisterin Martina Schmuckermayr: „Wollen Trinkwasserversorgung absichern“
OFFENHAUSEN. Die Marktgemeinde Offenhausen hat ein ereignisreiches Wochenende hinter sich. Am Samstag wurde sowohl die Pfarrgründung Lambach-Haag als auch die Eröffnung des neuen Vereinsheims des SC Offenhausen gefeiert. Dahinter steckt viel Arbeit, aber Bürgermeisterin Martina Schmuckermayr kann immer auf die örtlichen Vereine zählen.

Man merkt, Sie sind sehr stolz auf ihre Vereine.
Martina Schmuckermayer: Absolut! Der Sportclub ist ein sehr gutes Beispiel. Denn nicht nur, dass beim Neubau des Vereinsheims alle zusammengeholfen haben und unzählige ehrenamtliche Stunden in das Projekt geflossen sind: Auch die Arbeit mit den mittlerweile schon 180 Kindern im Nachwuchs ist beeindruckend. Auch auf unsere Pfarrgemeinde sind wir sehr stolz. Das Seelsorgeteam hat immer schon sehr selbstständig gearbeitet, weil unsere Pfarrer es stark eingebunden haben. Das Team kümmert sich einfach um alles hervorragend. Ein wichtiger Termin für alle Vereine ist übrigens der Adventmarkt, der heuer wieder stattfindet. Am 22. November sind viele mit einem Stand vertreten, es wird Adventkränze geben, regionale Produkte, Alpakas zum Streicheln, die Perchten kommen und natürlich gibt es den ersten Glühwein.
Dabei ist gerade erst der Sommer vorbei! Wie ist es Offenhausen mit der Hitze, der Dürre gegangen?
Schmuckermayer: 2026 war natürlich ein perfektes Jahr für unser frisch saniertes Freibad. Die Beschattung beim Babybecken hat sich schon gelohnt und wir hatten ganz viele Schulklassen, auch auswärtige, zu Besuch, die die heißen Wochen vor den Ferien in unserem Bad verbracht haben. Mit dem Thema Wasser werden wir uns 2027 intensiv befassen. Wir wollen Vorsorge treffen, dass unsere Trinkwasserversorgung (Anm. aus Meggenhofen) nicht an ihre Grenzen stößt. Wir müssen das Bewusstsein für den Wert des Trinkwassers bei der Bevölkerung schärfen und werden ein zweites Standbein suchen, damit wir die Menge herbringen, die wir bei Spitzen brauchen.
Apropos Versorgunge: Wie sieht es mit einem Nahversorger aus?
Schmuckermayer: Wir haben einen Agenda-Prozess gestartet und die Bürgerbeteiligung ist richtig toll. Wir sind grundsätzlich nicht extrem schlecht aufgestellt. Wir haben Wirte, wir haben einen Bäcker und einen Fleischhauer wo es auch regionale Produkte wie Milch, Säfte oder Nudeln gibt. Aber jeder will ein großes Geschäft, wo es alles gibt und wir sind nach wie vor im Gespräch mit Spar, der aber nur die besten Lagen will. Sehr groß ist aber auch der Wunsch nach einem kleinen Geschäft samt Café, dass auch ein kleines Mittagessen anbietet. Das schaffen wir vielleicht in Kombination mit der Amtgsgebäudesanierung. Die Lage ist ja gut und wir werden um einen Neubau nicht herumkommen.
Wird auch sonst gebaut?
Schmuckermayer: Wir haben jetzt wieder acht verfügbare Baugründe in der Kapsammersiedlung. Die Nachfrage ist groß und wir freuen uns, wenn unsere Jungen die Möglichkeit haben, im Ort zu bleiben. Wir haben mit Krabbelstube, Kindergarten, Volksschule mit Ganztagsschule ja auch ein tolles Angebot für Familien.
Wie läuft es mit der Energiegemeinschaft?
Schmuckermayer: Die wächst und es gibt noch die Möglichkeit beizutreten. Es ist ein großer Bezieher dazugekommen, also brauchen wir auch neue Einspeiser, um das abzudecken - diese können auch gerne aus Kematen, Gunskirchen oder Pichl kommen!








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