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WIESELBURG. Bereits zum vierten Mal trifft sich Österreichs Bio-Branche heuer bei der Messe bioÖsterreich zum Präsentieren, Plaudern und Planen.

Die niederösterreichischen Gewinner Familie Harbich (Biobeef Harbich) und Karl Severin Traugott (Genusskoarl) mit Gerti Grabmann (Obfrau Bio Austria), Otto Gasselich (Obmann Bio Austria NÖ und Wien) und Stephan Pernkopf (Landeshauptfrau-Stellvertreter, ÖVP).Foto: Roschmann

Bei der Eröffnungsrede meint Messepräsident UweScheutz, dass der kürzeste Weg nicht immer der beste sei. Gerade die Biobranche zeige, dass man mit Beharrlichkeit oft mehr erreiche. Ein schönes Beispiel dafür ist die Prämierung des Bio-Produkt des Jahres, die heuer erstmals auf der bioÖsterreich über die Bühne geht.

Prämierungen in vier Kategorien

Für die vier Kategorien „Retail & Big Brands“ – starke Marke, „Farm & Craft“ – Handwerkliches, Bäuerliches, „Niederösterreich“ – Handwerkliches und Bäuerliches aus Niederösterreich und „Railjetset“ – Snack für DoN“s Railcatering auf den ÖBB-Fernverkehrszügen gab es über 70 Einreichungen.

„Ich gratuliere BIORAMA und der Messe Wieselburg zur Idee ein „Bioprodukt des Jahres“ in verschiedenen Kategorien auszuzeichnen. Besonders freut mich, dass zwei Mitgliedsbetriebe von Bio Austria NÖ und Wien mit ihren hervorragenden Produkten unter den Siegern sind“, lässt Bio Austria Niederösterreich und Wien Obmann Otto Gasselich von sich hören. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) und Bio Austria Obfrau Gerti Grabmann überreichen den Gewinnern ihre Auszeichnungen.

„Besonderes Produkt erschaffen“

In der Kategorie „Niederösterreich“ nimmt ein Bion Austria Betrieb aus dem Marchfeld die begehrte Trophäe mit nach Hause: Der Biohof Harbich hat mit dem Weidebeef Biltong ein ganz besonderes Produkt erschaffen. Die Idee des Biltong kommt eigentlich aus Afrika und es handelt sich dabei im Grunde um getrocknetes Rindfleisch. Normalerweise werden nur Fleischstreifen getrocknet, aber wir machen das etwas anders und trocknen ganze Steaks, die wir dann aufschneiden“, erklärt BIO AUSTRIA Bauer Harbich. Der Anstoß dazu kam von einem Freund aus der Bodybuilding-Szene: Der Konsum von Biltong ist aufgrund des hohen Proteingehalts weit verbreitet, aber die Produkte kommen von überall her. Da lag die Produktion eines österreichischen Bio-Weidebeefs auf der Hand.

Wiener Würze aus Wolkersdorf

In der Kategorie „Farm & Craft“ darf sich ein weiteres niederösterreichisches Produkt mit dem Titel „Bio-Produkt 2018“ rühmen: Die Wiener Würze wird zwar eigentlich in Wolkersdorf im Weinviertel hergestellt, wurde aber in Wien entwickelt und ist von der Wiener Küche inspiriert. Die Würzsoße aus österreichischen Lupinen, Hafer, Salz und Wasser stammt von Bio Austria Partner Genusskoarl.

Siegerprodukt im Zug verkosten

Wer in den nächsten Monaten mit dem Zug fährt, kann das Gewinnerprodukt der Kategorie „Railjetset“ verkosten. In dieser Kategorie hat der Kürbisnuss-Riegel der Firma True Love die Jury durch seine handwerkliche Qualität überzeugt. Der Snack kann mindestens drei Monate lang über DoN“s Railcatering erstanden werden, das verstärkt auf Bio-Produkte setzt. 

„Trend geht in Richtung Fleischreduktion“

„Gar nicht damit gerechnet“, hat Thomas Neuburger, der die Auszeichnung für das Bio-Produkt des Jahres in der Kategorie „Retail & Big Brands“ für die vegetarischen Hermann Fleischlos Bratstreifen entgegen nehmen darf. „Der Trend geht Richtung Fleischreduktion. Wenn Fleisch gegessen wird, soll hochwertiges Fleisch verwendet werden. Für die fleischfreien Tage bieten wir mit Hermann Fleischlos eine Alternative“, so Neuburger, dessen Name bisher vor allem für einen Leberkäse steht, der nicht so genannt werden will.

„Bioprodukte haben ohnehin schon eine hohe Qualität, aber hier wurden noch mal die Besten der Besten gekürt. Sowohl der Geschmack als auch die Produktqualität der ausgewählten Produkte waren herausragend. Sie haben den Titel „Bio-Produkt 2018“ wahrlich verdient“, schwärmt Bio Austria Obfrau Gertraud Grabmann, die auch in der Jury saß.


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