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LINZ-LAND. Von 142.500 Einwohnern aus dem Bezirk Linz-Land seien nur 2380 bei den Freiwilligen Feuerwehren, beklagt Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Födermayr. Unternehmen und Politik seien nun gefragt, Anreize für ein besseres Umfeld zu schaffen.

Über 2000 Mitglieder haben die Freiwilligen Feuerwehren in Linz-Land. Foto: Wodicka
Über 2000 Mitglieder haben die Freiwilligen Feuerwehren in Linz-Land. Foto: Wodicka

Im Jahr 2015 rückten die Feuerwehren des Bezirkes Linz-Land zu 971 Brand- und 2898 technischen Einsätzen aus. Gesamt waren die 2380 aktiven, freiwilligen Helfer 40.936 Stunden für den Bezirk Linz-Land im Einsatz. Die Feuerwehrkameraden werden jährlich zu tausenden Einsätzen alarmiert – diese kämen oft unerwartet und beim Großteil müsse sofort reagiert werden, so Födermayr.

Einsätze in Arbeitszeit

Laut Födermayr sei es schwierig, die Einsatzbereitschaft an Werktagen untertags sicherzustellen. „Dankenswerterweise stellen bereits einige Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtungen die Feuerwehrmitglieder für den Feuerwehreinsatz frei. Um Leben zu retten ist es notwendig, alle möglichen Helfer möglichst rasch zum Unglücksort zu bringen“, so der Kommandant. Besonders bei Brandeinsätzen würden die (meist eher jüngeren) Atemschutzgeräteträger dringend gebraucht, denn Aufräumarbeiten erfolgen überwiegend von jenen Kameraden, welche zufällig schichtfrei, Urlaub oder Zeitausgleich haben oder bereits im Ruhestand sind.

Gegenleistungen

Dabei hängen die Mitglieder der Wehren die Arbeitszeit hinten an, nehmen sich Zeitausgleich oder nehmen sich im Nachhinein Urlaub. Eine Vereinbarung über die Form der Zusammenarbeit betreffend das freiwillige Engagement von Arbeitnehmern könne nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geschehen, ist auch Sicherheitssprecher Wolfgang Stanek überzeugt. Ein wesentlicher Sektor in OÖ ist dabei der öffentliche Dienst auf allen Ebenen: „Es gibt daher bereits konkrete Vorschläge und Ideen, wie die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und öffentlichem Dienst weiter verbessert werden könnte“, so Stanek.

„Es geht um Chancen“

Manfred Benischko, Obmann der WKO Linz-Land, zum Thema Freiwilligenarbeit im Interview.

Tips: Müssen Betriebe ehrenamtliches Engagement fördern?

Benischko: Es geht darum, was Unternehmen tun können, und nicht, was sie tun müssen. Es geht um Chancen, nicht um Pflichten. Es geht um Maßnahmen, damit für Unternehmen und Gesellschaft eine Win-Win-Situation entsteht.

Tips: Wie können diese Maßnahmen konkret aussehen?

Benischko: Z.B. durch Bereitstellung von Sachspenden und Sponsoring. Man kann auch Infrastruktur wie Räumlichkeiten, Telefon, Fahrzeuge usw. bereitstellen und die Mitarbeiter temporär freistellen.


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