Modell-Projekt für gezielte Beteiligung von Frauen in Wilhering
WILHERING. Rechtzeitig vor dem Weltfrauentag wagt die Gemeinde Wilhering sich auf Neuland. Erstmals wird von 3. bis 4. März 2017 ein Frauenrat einberufen. Spannend ist, wer daran teilnehmen kann.

153 per Zufall ausgewählte Frauen der Gemeinde aus allen Altersgruppen wurden eingeladen. Den ersten Frauenrat Österreichs bilden dann die ersten 15 bis maximal 20 Frauen, die sich bei der Gemeinde anmelden.
Frauenrat ist überparteilich
Für Kinderbetreuung, Verpflegung und professionelle Moderation wird gesorgt, damit sich die Teilnehmerinnen ganz auf ihre Anliegen fokussieren und gemeinsam gute Lösungen für den Ort und seine Frauen entwickeln können. Beim Frauenrat sind keine politischen Vertreter der Gemeinde anwesend, die Ergebnisse werden erst im Rahmen eines Präsentationscafés öffentlich präsentiert.
Gemeinsam werden dann die nächsten Schritte zur Umsetzung der Ideen überlegt. Entwickelt und begleitet wird das Pilotmodell „Frauenrat“, das gezielt Beteiligung von Frauen in Gemeinden fördern will, durch die SPES Zukunftsakademie. Aus dem Erfahrungsschatz vieler kommunaler und regionaler Beteiligungsprozesse, Auditierungen zur Familienfreundlichkeit und Bürgerräten in Österreich entstand die Idee, Frauen aktiv an Bord zu holen.
Austausch und Vernetzung mit professioneller Begleitung
„Frauen treffen jeden Tag unzählige Entscheidungen, sie gestalten ihre Gemeinde und wissen sehr genau, was es für eine Weiterentwicklung im Ort braucht. Sie drängen sich in politischen Prozessen aber nicht nach vorne, sie brauchen neue, geschützte Räume und Ermutigung, um sich einzubringen“, weiß Projektentwicklerin Sabine Wurzenberger. Der Frauenrat soll diesen Raum für Austausch und Vernetzung bieten und Frauen dabei stärken, ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.
Warum Wilhering als erste Gemeinde einen Frauenrat durchführt, liegt für die Initiatorin des Wilheringer Frauenrates und Ausschussobfrau Christina Mühlböck auf der Hand: „Wir haben viele tolle Frauen in unserer Gemeinde, diesen Schatz wollen wir natürlich heben. Und wir wollen wissen, wie es Frauen in Wilhering geht, was sie brauchen, um die täglichen Herausforderungen gut bewältigen zu können. So können wir dann auch gezielt unterstützen.“


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