Ignaz Knoll wird Spuren in Windhaag hinterlassen
WINDHAAG/PERG. Über ein Jahrzehnt lenkte Ignaz Knoll die Gemeinde. Mit Dezember legt er sein Amt zurück. Anlässlich der bevorstehenden Übergabe an Bettina Bernhart bat Tips den Bürgermeister zum Gespräch.

Tips:Welche Projekte haben Sie in Ihrer elfjährigen Amtszeit realisieren können?
Knoll: Ein Steckenpferd war die Siedlungsstraßenerweiterung. Aber das wirklich erste große Highlight war der Ankauf vom Priorat und die damit verbundene Schlüsselübergabe. Herausfordernd war die Planungs- und Finanzierungsphase. Außerdem bin ich ein Baumensch und ich wollte daher auch viel in Eigenregie erledigen. Und so wurde etwa die Dachstuhlsanierung zum großen Teil eigenständig und in Zusammenarbeit mit anderen Gemeindekollegen saniert. Ich bin sehr stolz und froh, dass die Sanierung mittlerweile abgeschlossen ist. Seit Ende Juni ist jetzt auch das Gemeindeamt im Priorinnentrakt angesiedelt. Auch die Raiffeisenbank, Irreiter Sportstättenbau GmbH, Musterpark Errichtungs- und Betriebs KG, die Goldhauben und das Vereinslokal der Bürgergarde haben Räume im Priorinnentrakt bezogen.
Tips:Welche Projekte konnten Sie noch umsetzen?
Knoll: In den letzten zehn Jahren sind die Einwohner um rund 150 angestiegen, diese Entwicklung hatte in Folge natürlich Auswirkungen auf den Kindergarten. Und so wurde dieser erweitert und auch gleichzeitig die Schule saniert. Außerdem konnten wir im letzten Jahr das Museumsgütesiegel erlangen. Auch sportlich hat sich einiges getan: 2013 ist der Bogenparcours entstanden und ab nächstem Jahr sind wir offiziell Mitglied beim Burgen- und Schlösserweg. Auch wurden gesamt drei Heimatbücher über Windhaag in den letzten Jahren veröffentlicht. Stolz bin ich auch auf die gute Nahversorgung im Ort. Wir haben ein Lebensmittelgeschäft, einen Fleischer, einen Friseur und derzeit drei Wirte. Besonders erwähnen und bedanken möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat.
Tips:Warum haben Sie beschlossen, das Amt niederzulegen?
Knoll: Ich könnte schon noch länger im Amt des Bürgermeisters bleiben aber ich weiß, dass eine gute Nachfolgerin in den Startlöchern steht. Und ab einem gewissen Alter muss man sich den Stress nicht mehr antun, da man diesen auch nicht mehr so leicht wegsteckt. Außerdem ist man nicht mehr so aufnahmefähig und dann sollte man lieber aufhören und den Sessel für jemand Jüngeren räumen.
Tips:Mit Bettina Bernhart übernimmt erstmals eine Frau in der Gemeindegeschichte das Bürgermeisteramt. Wie finden Sie das?
Knoll: Genau, am 12. Dezember übernimmt sie. Bettina war bereits jetzt unsere Vize-Bürgermeisterin und ich bin mir sicher, dass sie auch die nächste Aufgabe sehr gut meistern wird. Ich bin wirklich froh, mit ihr eine so würdige Nachfolgerin zu haben.
Tips:Also ein weinendes und ein lachendes Auge. Gibt es abschließende Worte?
Knoll: Ich möchte noch sagen, mein Amt werde ich mit einem durchaus ruhigen Gewissen verlassen. Und ich bin mir sicher, dass ich auch Spuren hinterlasse, auf die ich sehr stolz bin. Mein Wunsch ist, dass die Zusammenarbeit in der Gemeinde weiterhin so harmonisch und gut verläuft.


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