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STEYR-LAND. Das Magazin public hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Verwaltungsforschung ein Bonitäts-Ranking (Kreditwürdigkeit) der österreichischen Gemeinden erstellt.

Foto: Marktgemeinde Wolfern
Foto: Marktgemeinde Wolfern

Unter den 250 gelisteten Gemeinden sind auch vier aus dem Bezirk Steyr-Land: Wolfern (10.), Dietach (61.), Rohr (140.) und Aschach (221.). Die besten Bonitätszahlen in Österreich weisen laut der Analyse Sattledt, Pfaffing und Großgöttfritz (NÖ) auf. Wolfern bekommt eine Gesamtnote von 1,16 und verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 38 Plätze. Sieger Sattledt kann einen Bonitätswert von 1,07 vorweisen.

„Am Drücker sein“

Für Wolferns Bürgermeister Karl Mayr (ÖVP) ist eine vorausschauende Politik und rasches Handeln das Erfolgsrezept für gesunde Gemeindefinanzen. „Man muss immer am Drücker sein - egal ob bei Betriebsansiedlungen oder bei verschiedensten anderen Aufgaben.“ Die erfolgreiche Ansiedlung von Wirtschaftsbetrieben spült Steuereinnahmen in die Gemeindekassa. „Wir haben aber auch eine schlanke Verwaltung. Vieles wird durch eigenes Personal des Bauhofes erledigt, die Kosten werden bei jedem Projekt hinterfragt“, betont Mayr.

Glasfaser bis ins „letzte Eck“

Ein Beispiel für rasches Agieren sei der Glasfaserausbau bis ins „letzte Eck“ der Gemeinde, der heuer mit der Fiber Service OÖ begonnen werden konnte. Die gute Bonität gibt Wolfern Möglichkeiten, um zu investieren. „Wir sind eine Gemeinde mit Aufwärtstrend in allen Richtungen. Neuer Wohnraum, neue Betriebe und Betriebserweiterungen machen Wolfern zu einer begehrten Wohnsitzgemeinde. Das ist Herausforderung für uns – die Infrastruktur muss den steigenden Bedürfnissen angepasst werden“, so Mayr. Der Ausbau der Wasserversorgung, große Ausgaben bei den Feuerwehren, Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz, Optimierung der Abfallentsorgung, Kinderbetreuung sowie die Erweiterung der Infrastruktur in der Wirtschaftszone und den den neuen Siedlungsgebieten stehen an. „Dafür werden unsere Rücklagen eingesetzt“, sagt Mayr.

Dietach in Top-100

Auch die Nachbargemeinde Dietach ist beim Bonitäts-Ranking unter den Top-100 in Österreich zu finden, hat sich mit einem Wert von 1,31 um 47 Plätze auf den 61. Rang verbessert. „Wir haben sehr viele und vor allem gute Betriebe. Durch die Kommunalsteuer können wir viele Projekte verwirklichen“, sagt Bürgermeister Johannes Kampenhuber (ÖVP). Derzeit wird zum Beispiel eine Halle für die Stockschützen errichtet, die im August fertig werden soll. „Bei der Straßenbeleuchtung planen wir ca. 200 Lichtpunkte auf LED umzurüsten um die Lichtverschmutzung und auch die Energiekosten wesentlich zu reduzieren“, so Kampenhuber. In Planung befindet sich eine neue Aufbahrungshalle sowie ein neues Sportheim für den Fußballverein. Die Volksschule soll möglichst bald thermisch saniert werden.


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