Neues Modell nach Schweizer Vorbild soll Bundesheer und Zivildienst stärken

Karin Novak Karin Novak, Tips Redaktion, 12.08.2019 17:40 Uhr

YBBSTAL. 10.000 junge Österreicher wurden zuletzt als untauglich für das Bundesheer und damit auch für den Zivildienst eingestuft. Von den verbliebenen 30.000 Tauglichen macht ungefähr die Hälfte den Zivildienst. Aufgrund von geburtenschwachen Jahrgängen wird diese Zahl in den nächsten Jahren weiter zurückgehen, es ist daher notwendig entsprechend gegenzusteuern.

„Die österreichische Bevölkerung hat sich 2013 bei einer Volksbefragung mit klarer Mehrheit für die allgemeine Wehrpflicht ausgesprochen. Leider gibt es aber immer mehr junge Männer, die als untauglich eingestuft werden – daher ist die Teiltauglichkeit eine gute Möglichkeit, mehr junge Männer für das Bundesheer bzw. für den Zivildienst einzusetzen. Natürlich nicht uneingeschränkt, sehr wohl aber im Büro, in der Instandhaltung oder anderen individuell passenden Tätigkeiten“, so der ÖVP-Zivildienstsprecher Andreas Hanger.

Überarbeitung der Kriterien

„Der ÖVP-Vorschlag, in unserem Wahlprogramm die Teiltauglichkeit vorzuschlagen, kann hier sinnvolle Abhilfe schaffen“, ist Hanger überzeugt. „Die Tauglichkeitskriterien gehören entsprechend überarbeitet. Wer aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht dazu in der Lage ist, soll auch in Zukunft nicht zum Heer oder Zivildienst herangezogen werden können. Für alle anderen gibt es aber ausreichend Aufgaben. So können auch diese jungen Männer ihren staatsbürgerlichen Beitrag leisten und zum Beispiel im Pflegebereich eingesetzt werden.“

Individuell passende Tätigkeiten für Teiltaugliche 

Mit den zwei Tauglichkeitsstufen nach Schweizer Vorbild - „Volltauglich“ für den wie bisher uneingeschränkten Einsatz beim Bundesheer und beim Zivildienst, und „Teiltauglich“, für eine Verwendung im Büro, in der Küche oder einer anderen individuell passenden Tätigkeit – ist der sinnvolle und sinnstiftende Dienst für die Allgemeinheit dann für mehr junge Männer möglich als bisher. „Es ist wichtig, die Attraktivierung des Grundwehrdienstes voranzutreiben. Die Teiltauglichkeit ist ein sinnvoller und richtiger Schritt in diese Richtung“, schließt Hanger.

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