Mit "BiPi-Spirit" der Coronazeiten trotzen
SONNTAGBERG. Nicht unterkriegen lassen sich die Pfadfinder der Gruppe Kematen/Gleiß. Trotz erschwerter Bedingungen aufgrund der coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen halten sie den Pfadfindergeist, kurz BiPi-Spirit, hoch und ein Lager neben dem eigenen Heim in Gleiß ab.

Im Vorjahr beim großen Pfadfinder-Bezirkslager in Hohenlehen waren zehn Gruppen mit mehreren Dutzend Kindern und Jugendlichen vertreten, die sich beim Yoland 19 auf die Suche nach „Don Yolando“ machten. In diesem Sommer verzichten manche Gruppen sogar gänzlich auf das Highlight jedes Pfadfinderjahres: das große Sommerzeltlager.
Eigens dafür erlassene Sicherheitsmaßnahmen
Damit wir überhaupt in das Lager dürfen, müssen wir zuvor den Lagerleiter anrufen. Die Telefonnummer findet sich sich auf einem Plakat, das auf einem Sessel zur Zufahrt des Pfadfinderheimes steht. Edgar Grafeneder holt uns noch mit dem Handy am Ohr von der Zufahrt ab. „Das ist nur eine der Maßnahmen, die wir erfüllen müssen“, so der Lagerleiter. „Heuer war es sehr aufwendig, das Lager zu organisieren. Es auswärts abzuhalten, wäre nur unter noch größeren Schwierigkeiten möglich gewesen. Aber auch so brauchten wir über eine Woche Vorbereitungszeit. Sogar an ein eigenes Zelt für den Verdachtsfall mussten wir denken. Zum Glück haben uns benachbarte Gruppen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützt“, zeigt sich Grafeneder dankbar.
Von Lagertor bis Fahnenmast
Auch wenn es für die jungen Lagerteilnehmer nur eine abgespeckte Variante des herkömmlichen Zeltlagers sein kann, so fehlt es doch an nichts, was ein ordentliches Pfadfinderlager ausmacht. Am Eingang wartet ein einladendes Lagertor auf die Gäste, die nicht einfach so durchschreiten dürfen. Am Fahnenmast flattert die Fahne mit der Pfadfinderlilie. Leider wird sie dieses Jahr kein Opfer des Lagerüberfalls, der üblicherweise nächtens vonstattengeht –gerne von Pfadfinderbrüdern und -schwestern aus anderen Gruppen. Allerdings zeugt eine Feuerstelle davon, dass es abends gemütlich werden darf: bei Steckerlbrot, Gitarrenmusik und Lagerfeuer. Verzichtet wurde auch nicht auf den Lehmofen, den sich jede Sparte gleich am ersten Tag des Lagers baut, um sich Mittagessen kochen zu können oder Tee für die kühlen Lagernachtwachen.
Vorbereitung auf den „Hike“
Als wir eintreffen, befinden sich die Caravelles und Explorer (Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren) mit ihren Spartenleitern Jakob Ofenberger und Carina Übellacker in Vorbereitung auf den „Hike“. Die zweitägige Wanderung wird mit Karte und Kompass absolviert. Checkpoints müssen gefunden werden, ebenso ein Platz für die Übernachtung und am nächsten Tag geht's nach Erfüllung aller Aufgaben wieder zurück. Diese Sparte ist auch die einzige, die die gesamte Woche durchgehend am Lager verbringt. Alle anderen Sparten kamen und kommen nur tageweise zu Besuch. Für die verbleibenden Tag wünschen wir in jedem Fall ein herzliches „Gut Pfad“ und für das Lager im nächsten Sommer, dass es abgehalten werden kann wie vor Covid!
Hier geht's zu ein paar Impressionen: https://www.facebook.com/tips.ybbstal/photos/pcb.2626902820902569/2626897290903122/?type=3&theater


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