Meetingrekorde und österreichische Jahresbestzeiten bei Harreither Laufgalanacht
WAIDHOFEN/YBBS. Die Wettervorhersagen waren am 19. August 2022 bei der Harreither Laufgala fast genauso spannend wie die Wettkämpfe. Ein ordentliches Gewitter mit starken Regengüssen 30 Minuten vor Beginn der Bewerbe verursachte bei den Veranstaltern der Sportunion kurz Nervenflattern. Aber pünktlich mit Wettkampfbeginn hörte der Regen auf und durch die Abkühlung gab es für die Läufer ideale Bedingungen.

Das Starterfeld war dieses Mal mit Vertretern aus acht verschiedenen Nationen wirklich international und mit Teilnehmern von U18-Europameisterschaften und Staatsmeistern hochkarätig. Die erstmals ausgetragenen Sprintbewerbe brachten bei den Damen einen Doppelsieg für Viola Simmer (LCA Umdasch Amstetten). Sie gewann sowohl die 100 Meter (13,25 Sekunden in persönlicher Bestzeit) wie auch die 400 Meter und blieb damit als einzige mit 59,64 Sekunden unter der Minutenmarke. Bei den Männern siegte über 100 Meter der junge Purgstaller David Vogelauer in 11,42 Sekunden.
Österreichische U18-Jahresbestzeit für Damjan Eror über 1.000 Meter
Den spannendsten Zieleinlauf gab es wohl über 1.000 Meter bei den Männern. Dabei setzte sich der junge Waidhofner Damjan Eror gegen Niklas Altmann (PSV Wels) mit 12 Hundertstelsekunden durch. Erors tolle Siegerzeit von 2:36,18 Minuten bedeutet die heuer von einem österreichischen Jugendlichen schnellste gelaufene Zeit. Damit zeigte Damjan auch in seiner Heimatstadt nach seinen internationalen Einsätzen in Jerusalem und Banska Bystrica seine derzeit gute Form und ließ nach dem Zieleinlauf seinen Emotionen freien Lauf. Bei den Damen war die Slowenin Urska Martinec (AK Pomurje Murska Sobota) mit einer Zeit von 2:57,38 Minuten die Siegerin des 1.000-Meter-Laufs. Die junge Flora Heiml (LAC Amateure Steyr) lief bei diesem Lauf mit 3:01,06 Minuten österreichische Schülerbestzeit 2022.
Auslandserfolg auf 1.500 Meter
Über 1.500 Meter gab es bei den Damen den einzigen Erfolg einer Athletin aus dem Ausland. Die Slowakin Zofia Ninova (Slavia Bratislava)) siegte in guten 4:23,36 Minuten, was für sie persönliche Bestzeit bedeutet. Den 1500-Meter-Lauf der Männer gewann der Jugend- Europameisterschaftsteilnehmer Markus Reißelhuber (team2012.at), der mit 4:01,78 Minuten knapp an seine persönliche Bestzeit herankam.
Marathonstaatsmeister Mario Bauernfeind mit Bahnrekord Sieger über 5.000 Meter
Der abschließende 5.000-Meter-Lauf brachte mit Mario Bauernfeind (KUS ÖBV Pro Team) einen überlegenen Sieger. Der regierende Marathonstaatsmeister sorgte von Beginn an für ein Tempo, dem keiner folgen konnte. Schließlich siegte er in einem Sololauf mit 14:43,18 Minuten mit der schnellsten jemals im Alpenstadion gelaufenen 5.000-Meter-Zeit. In seinem Sog konnten auch der Zweitplatzierte Peter Luftensteiner (TGW Zehnkampf-Union) und Denis Kronsteiner (Union Waidhofen/Ybbs) als Dritter ihre persönlichen Bestzeiten verbessern. Kronsteiner finishte in tollen 15:24,82 Minuten, eine Verbesserung seiner bisherigen Bestleistung um mehr als 15 Sekunden.
Erfreuliche Nachwuchsleistungen
Neben den arrivierten Athleten waren auch eine Reihe der jungen Union-Athleten im Einsatz. Den Beginn machten die jüngsten ÖLV-Athleten, die über 100 Meter erste Wettkampferfahrung sammeln konnten. Elena Latschbacher wurde dabei in 14,03 Sekunden gute Dritte. Über 400 Meter lief Lukas Podmanicky sehr tapfer und wurde in 92 Sekunden Zweiter. Im 1.000-Meter-Lauf wurde Carolina Grabner in 3:18,56 Minuteausgezeichnete Vierte. Damit liegt sie in der aktuellen Jahresbestenliste U14 an dritter Stelle österreichweit. Auch Viktoria Rohrhofer lief mit 3:32,82 Minuten persönliche Bestzeit. Das Trainingslager mit Trainer Philipp Frehsner zeigte hier deutlich seine Wirkung. Bei den Burschen zeigten Constantin Taibon mit 3:17,67 Minuten und Tobias Podmanicky mit 3:40,03 Minuten als Jüngste großen Kampfgeist und gute Leistungen. Außerhalb der Bewerbe für die jungen ÖLV-Nachwuchsläufer gab es auch die Chance für die Sportunion-Laufkinder Wettkampfluft in einem prominenten Ambiente zu schnuppern. Im 100-Meter-Lauf der Kinder siegte Felix Kössl vor Martin Gspörer und Fanny Scholz.
Bilanz zufriedenstellend
Insgesamt ziehen die Organisatoren Milan Eror und Leo Schauppenlehner eine sehr zufriedene Bilanz. „Sowohl die Teilnehmerzahl wie auch das Leistungsniveau waren diesmal wirklich sehr hoch. Mit über 30 persönlichen Bestzeiten, Teilnehmern aus acht Nationen und einigen österreichischen Jahresbestzeiten können wir sehr zufrieden sein. 2023 wollen wir natürlich diesen Weg weiter beschreiten.“


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