"Viele Möglichkeiten zum Glück": Waidhofens Bürgermeister gewinnt Urban Menus Smart City Call
WAIDHOFEN/YBBS. Das zweite Siegerprojekt der URBAN MENUS Smart City Calls, ausgeschrieben von der österreichisch-argentinischen Architektin & Stadtplanerin Laura P. Spinadel, steht fest. In der Kategorie Smart City Chief wurde im Februar 2021 der Bürgermeister von Waidhofen a/d Ybbs Werner Krammer ausgezeichnet.

Was das URBAN MENUS Team hier gefunden hat: Eine Stadt, die die Ansätze, die Urban Menus wichtig sind und mit dem 3D-Tool Urban Menus digital unterstützt werden, bereits seit Jahren lebt. Es wird gemeinsam an Visionen gearbeitet, die Menschen und die Wirkung für die Menschen stehen im Vordergrund. Genau das wird mit Urban Menus nach den Impact-Themen Glück, Sicherheit, Innovation, Wirtschaftlichkeit, Zirkularität analysiert – und in Waidhofen integrativ mitgedacht.
Visionen für die Zukunft
Dabei wird respektvoll mit bestehenden Errungenschaften, Traditionen und Wichtigkeiten umgegangen, also nicht ungeachtet der Historie einfach alles neu und anders gemacht. Sondern es werden verantwortungsvoll und gemeinsam mit der Bevölkerung Visionen für die Zukunft entwickelt, umgesetzt und bei Bedarf auch nachjustiert: „Waidhofen muss und musste sich immer wieder neu erfinden“, so Werner Krammer im Interview. Für ihn ist Stadtentwicklung ein dauernder Prozess, auf den man sich einlassen muss, den man vor allem aber auch aktiv gestalten kann.
Innovative Entwicklung
Was noch – leider – außergewöhnlich ist: der Mut und die Emotion, die Authentizität, wie all das gelebt wird. Die Kraft dafür ist wohl Zeichen von Persönlichkeit. Werner Krammer prägt seit 2014 die innovative Entwicklung der Stadt – in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und Kapazitäten wie dem Architekten Ernst Beneder, der Waidhofen in den 90ern schon einmal bei einem integralen Umdenkprozess der Stadtentwicklung begleitet hatte.
Neue Konzepte in Planung
Aktuell kann man als „materielle Ergebnisse“ des Stadtprozesses sehen: den neuen Beta Campus, in dem man quasi alles kann und alles divers zusammenpasst – ein breiter Bogen von Bildung und Forschung, Co-Working über Wohnen zu Events und Community-Angeboten – unter einem Dach mit Blick auf die Ybbs. Und es ist noch viel geplant. In den kommenden Jahren sollen nachhaltige Kreisläufe gefestigt werden, neue Synergien entstehen und Möglichkeiten für Menschen, sich noch besser zu entfalten. Neue Konzepte für den öffentlichen Raum der Vorstädte, in denen der Großteil der Bevölkerung lebt, sollen entwickelt, aber auch das Wohnen im Stadtzentrum attraktiver gemacht werden.
Mit Ideen mitgestalten
Verdichtung und neue Verbindungslinien sind Thema. Geplant sind unter anderem Arbeiten im Stadtbahngebiet, am Hauptbahnhof und am Areal rund um das Krankenhaus, von einer grünen Achse ist auch die Rede. Bürgermeister Werner Krammer lädt alle, die Waidhofen mitprägen möchten, dazu ein, ihre Ideen im Rahmen der Initiative „Mitgestalten“ online einzubringen (waidhofen.at/stadtprojekt-20-17).


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden
20.03.2021 20:30
Träumen. Planen. Tun.
Wir freuen uns sehr diesen Prozess der URBAN MENUS mit alle Bürger und Bürgerinnen von Waidhofen a/d Ybbs und diesen triebsame Geist der als Häupling alle vorantreibt zu unterstützen! URBAN MENUS – Deine Idee kann sich sehen lassen Gestalte deine Stadt!
21.03.2021 18:31
Bürgermeister ausgezeichnet, echt jetzt?
teilen:
Auf der Zell, genauer gesagt in der Burgfriedstrasse ist ein riesiger Wohnkomplex von einem Investor geplant, Bürgermeister Krammer unterstützt das Projekt. Von Einbindung der Anrainer oder den Betroffenen kann hier gar nicht die Rede sein, ganz im Gegenteil:
Wenn sich die betroffenen Anrainer nicht zur Wehr gesetzt hätten, wäre es sogar zu einem Tiefgaragen-Bau in der Nähe der Konglomerat-Kante gekommen. 2 Häuser sind akut gefährdet. Auch ohne Tiefgarage ist das Unternehmen fragwürdig, die Untergründe sind für Ihre Instabilität in der Region leider auch durch viel Vorfälle, zT. auch mit Todesfolgen bekannt…
Einen viele tausend Tonnen schweren Komplex einfach hinzustellen, ohne weitläufige geologische Untersuchungen anzustellen, ist ein starkes Stück und hat nichts mit „verantwortungsvoll und gemeinsam mit der Bevölkerung“ wie oben beschrieben zu tun!
Hier sei einmal hinterfragt, warum hier nicht den Anrainern geholfen wird, sondern den Bauträgern.
Respektvoll? Mitnichten!