Tanztheater: Über die eigenen Grenzen zu gehen
ZWETTL. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitungsarbeit ist es endlich so weit: Vorhang auf für das Projekt „Grenzgänger“ – eine multimediale Tanztheaterperformance“, welche am 29. April (20 Uhr) seine Uraufführung im Stadtsaal Zwettl feiert.

„Es geht um alle möglichen Grenzen. Jene, die man sich selbst stellt, über Grenzen im Kopf und um jene die die Gesellschaft vorgibt“, fasst Isabelle Claire Stöger im Tips-Gespräch zusammen. Sie ist die Leiterin der 2011 gegründeten Tanzformation in Waidhofen an der Thaya „m.a.d“, der Abkürzung für „move and dance“. „Ich mische bewusst und voller Überzeugung Jung und Alt sowie Profis und Laien. Mein Fokus liegt dabei auf: das gemeinsame Erleben, das gemeinsame Tanzen. Zurzeit setzt sich die m.a.d.-company aus 34 Personen unterschiedlichen Alters zusammen, von sieben bis zu 54 Jahren. Mein Wunsch und mein Ziel ist es, Kunst generationenübergreifend erlebbar zu machen.“
Zwettler Premiere
Die Vorlage für das aktuelle Tanztheater schuf Theo Laube mit seiner Fabel: „Ein Fisch“. Der kleine graue Fisch lebt in Gemeinschaft seiner Artgenossen, welche noch nie ihre gewohnte Umgebung verlassen haben. Der graue Fisch kann nicht glauben, dass es da draußen nicht noch mehr gibt und schwimmt eines Tages über die begrenzende Felswand hinaus. Damit beginnt das Abenteuer. Als er am Ende einem fliegenden Fisch begegnet, wagt er selbst den entscheidenden Sprung aus dem Wasser. Das Stück greift die ewige Thematik aller möglichen Grenzen auf und erinnert an die unflexible Bürokratie sowie an die Angst vor Neuem. Die Requisiten hat Isabelle übrigens gemeinsam mit den Tänzern aus Recycling-Produkten gestaltet. Karten für die Vorführungen am 29. und 30. April im Stadtsaal Zwettl sind in allen Waldviertler Sparkassen (Ö-Ticket) erhältlich.


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