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ZWETTL. Menschen mit geringem Einkommen dürfen sich freuen. Einige Jahre hat es einen Bus gegeben, der Station in der Stadt machte und Menschen mit geringem Einkommen mit leistbaren Grundnahrungsmitteln versorgte. Nun hat Zwettl einen eigenen Sozialmarkt mit fixem Standort neben der Caritas-Werkstatt.

  1 / 5   Vorm Markt: Ehrengäste, Caritas-Mitarbeiter und die Mitarbeiter des Sozialmarktes freuen sich über diese Einrichtung.Foto: Tips

Neben den Lebensmitteln, die um rund 70 Prozent kostengünstiger zu erwerben sind, gibt es noch zwei weitere schöne Aspekte: Nahrungsmittel, die qualitativ noch einwandfrei sind, müssen nicht weggeworfen werden. Das ist gerade in einer Zeit wichtig, in der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ein großes Thema sind. Kooperationspartner des Sozialmarktes für den Lebensmittelbezug sind namhafte Betriebe im Bezirk.

Sinnvolle Beschäftigung für Menschen mit Behinderung

Ein weiterer besonderer Punkt ist, dass Menschen mit Behinderung hier neben der Arbeit in der Werkstatt eine sinnvolle Beschäftigung bekommen. „Eine Form von Integration, die ich sehr schön finde“, betont Hannes Zieselsberger, Direktor der Caritas Diözese St. Pölten, in seiner Eröffnungsansprache. Diese Menschen waren bei der Eröffnung auch anwesend und die Freude über ihre neue Beschäftigung konnte man in den Gesichtern ablesen. Menschen, die sonst nicht den Weg in die Caritas-Tageseinrichtung finden, kommen in Kontakt mit Menschen mit Behinderungen und es wird hier eine wundersame Art der Begegnung geschaffen. „Das ist Inklusion wie wir sie uns wünschen und vorstellen“, freut sich Bereichsleiter Martin Kargl. „Menschen mit Behinderungen werden somit auch zu einem aktiven Teil der Caritas. Das finde ich, ist ein besonders schöner Gedanke“, so Kargl. „Wenn man sich die Einkommensgrenzen ansieht, die hier nicht überschritten werden dürfen, dann gibt es bei uns einen Großteil der Pensionisten, die diese Grenze bei Weitem nicht erreichen“, so Bürgermeister Mold (ÖVP), „es haben viele Menschen die Voraussetzung, hier auch einkaufen zu können. Für die Menschen, die hier tätig sind, ist es auch wichtig, dass sie sozialen Kontakt haben und dass sie den Umgang mit anderen Menschen lernen. Das können wir feststellen, weil einige davon die Mitarbeiter der Stadtgemeinde am Vormittag mit Jausenpackerl versorgen. Wenn das jetzt weiter ausgebaut werden kann, dann ist das eine wichtige Erweiterung, die hier die Caritas für Menschen mit Behinderungen anbietet.“

Wer darf einkaufen

Geringes Einkommen, das bedeutet eine monatliche Netto-Einkommensgrenze von 1.200 Euro im Ein-Personen-Haushalt. Im Zwei-Personen-Haushalt muss das Netto-Einkommen unter 1.550 Euro plus 195 Euro für jede weitere Person sein. Besondere Belastungen, wie beispielsweise nachweisbare Schuldentilgungen, werden ebenso berücksichtigt.

Der Soma-Einkaufspass

Der Einkaufspass ist gegen Vorlage von Einkommensnachweis, Meldenachweis (Formular gibt es im Markt), Lichtbildausweis und Foto im Geschäftslokal während der Öffnungszeiten im Geschäft erhältlich. Geöffnet wird der Markt zwei Mal pro Woche und zwar Dienstag und Donnerstag von 10 bis 13 Uhr. Einkaufen darf man in Haushaltsmengen drei Mal pro Woche mit einem Limit von zehn Euro pro Einkauf. Verkauft werden Dinge des täglichen Lebens wie Nahrungsmittel, Kosmetika und Getränke.


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