Exklusiver Kabarettabend: Rudi Schöller, der Vormärz spricht
ZWETTL. Rudi Schöller, bekannt als Vormärz aus „Wir sind Kaiser“, gab drei Kabarett-Abende auf Einladung von Werbeprofi Alexander Leutgeb.

Die Firma Werbeprofi schenkte langfristigen und guten Partner diesen Abend als Weihnachtsgeschenk. „Es ist eine andere Art und Weise, wie man sich für das abgelaufene Jahr bedanken kann“, spricht der Juniorchef. Die Bewirtung, im Kabarettabend für die Gäste inklusive, übernahm das Gasthaus Goldene Rose. In seinem Programm „Vormärz spricht“ ist der stumme Kammerdiener allerdings gar nicht mehr so stumm. Er hat viel zu erzählen. Den Stoff nimmt er aus dem Alltag und seinen Erfahrungen. Aber vieles - verrät er Tips - sei auch erfunden - zumindest meistens, schmunzelt Schöller. Satirisch und kritisch nimmt er die Jugend, Umwelt und Influencer auf die Schaufel. Rudi Schöller nennt das „Halbzeitanalyse“. Das Publikum hat viel zu lachen, wie etwa bei „Meine Oma war mit ihrer Goldhaub´n das It-Girl von Losensteinleiten.“ Dennoch gibt es auch berührende Momente, die er zum Schluss hin liefert. Etwa, dass er weniger machen möchte und das dafür gescheit oder, wenn er bei einer Millionenshow wäre, den Publikumsjoker für einen Heiratsantrag an seine Julia nutzen würde.
Schneekugeln für die Gäste
Als besonderen Gag schlüpfte Alexander Leutgeb zum Abschluss in die Rolle des Vormärz und brachte auf silbernem Tablett Schneekugeln, die er seinen Kunden überreichte. Rudi Schöller hat ein paar Tage in Zwettl verbracht und auf der Schwarzalm genächtigt. Tips hat ihm Fragen gestellt.
Tips:Haben Sie einen Bezug zu Zwettl oder zum Waldviertel?
Schöller: Ich kenne Zwettl vor allem von Geschichten aus dem Waldviertel. Es wurde mir immer erzählt, dass es hier sehr schön ist, und jetzt weiß ich, dass es stimmt.
Tips:Sind Sie zum ersten Mal in Zwettl?
Schöller: Ja. Ich musste dazwischen weg. Also war ich jetzt schon zweimal da (er grinst).
Tips:Haben Sie von unserem Bezirk schon etwas gesehen und wie gefällt es Ihnen hier?
Schöller: Wie gesagt, mir gefällt die Landschaft. Aber was mich wirklich beeindruckt hat, ist, wie aufgeschlossen und positiv die Leute sind.
Tips:Wie sind Sie in den Beruf des Kabarettisten gelangt? War das schon immer Ihr Wunsch?
Schöller: Es war schon immer mein Wunsch, etwas mit Kultur zu machen. Der Wunsch, Kabarett zu machen, ist dann durch Josef Hader entstanden.
Tips:Haben Sie ein wenig Wehmut, jetzt wo das Format „Wir sind Kaiser“ ausläuft?
Schöller: Ehrlich gesagt, ja. Es war eine tolle Zeit. Aber mehr als zehn Jahre sind gerade für eine Kabarett-Sendung eine lange Laufzeit. Und jetzt wird es Zeit für was Neues.


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