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ZWETTL. Die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung 2015 in Zwettl am 15. Dezember ging mehr oder weniger ruhig über die Bühne, das Budget stand im Mittelpunkt des Interesses, meistens zumindest. Denn für kurze Abwechslung sorgte die von Grünen-Obfrau Silvia Moser gestellte Anfrage in Bezug auf den Status quo des geplanten Einkaufszentrums (EKZ) „Kampcenter“ in der Zwettler Gartenstraße.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Wie aus einem aktuellen Artikel des Kurier hervorgeht, gäbe es zwischenzeitlich weitere überarbeitete Skizzen. Von einem dreigeschossigen Objekt, das einer „abgeschnitten Pyramide ähnelt“, ist hier die Rede. Die dem Kurier zugespielten Entwürfe weisen auch ein deutlich kleineres Shoppingcenter  (17 Meter Höhe, elf Shops, Verkaufsfläche von knapp 8700 Quadratmetern) auf, als dies noch beim ersten Plan der Fall war – der laut Paragraf 56 der nö. Bauordnung zu groß ausgefallen war.

VP-Bürgermeister Herbert Prinz gab sich bedeckt, er meinte zu Moser wortwörtlich: „Über was sollen wir reden?“, Antrag auf Umwidmung gäbe es noch keinen, zumindest wisse er das noch nicht. SPÖ-Stadtrat Franz Groschan meldete sich ebenso zu Wort mit der Aufforderung, zu den derzeit laufenden Treffen mit Investor Reinhold Frasl auch die Fraktionsobleute, Gemeinde- und Stadträte einzuladen. Stadtchef Prinz entgegnete nur so viel: Der Investor sei weiterhin interessiert an dem EKZ, es werde kleiner als ursprünglich geplant sein müssen. „Wenn der Betroffene nicht eingereicht hat, nichts vorgelegt hat, kann ich auch über nichts diskutieren“, so Prinz abschließend. Wie zu erwarten war, gibt es  also in Sachen „Kampcenter“ auch nach der Gemeinderatssitzung nicht viel Neues zu berichten, die Bürgerinitiative „Zwettl2020“  (mehr auf: www.zwettl2020.at) übt einmal mehr laute Kritik ob der ihrer Meinung nach fehlenden Transparenz.


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