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BEZIRK. Wie das AMS Zwettl im Zuge der Halbjahresbilanz 2016 aktuell vermeldet, ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk in der ersten Jahreshälfte leicht rückläufig.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Mit 4,7 Prozent lag die Arbeitslosenquote im Bezirk Zwettl zu Jahresmitte knapp unter dem Vorjahreswert (4,8 Prozent) und weit unter der NÖ-Quote (8,1 Prozent). Noch niedrigere Quoten weisen nur die Bezirke Scheibbs (3,6 Prozent), Melk (4,1 Prozent) sowie Waidhofen/Ybbs (4,2 Prozent) auf. Die durchschnittliche Anzahl der arbeitslosen Personen ist im Bezirk Zwettl im ersten Halbjahr 2016 verglichen mit dem Vorjahr von 1331 auf 1288 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 3,2 Prozent.

„Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in unserem Bundesland steigt stetig an, zugleich flacht sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit ab und ist in manchen Bezirken sogar leicht rückläufig“, fasst der Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl, Kurt Steinbauer, die Situation zusammen. Bei den arbeitsmarktpolitischen Vorhaben für das heurige Jahr liegt das AMS Zwettl in nahezu allen Bereichen auf Zielkurs. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt haben bis einschließlich Ende Juni dieses Jahres, 2125 Jobsuchende, die beim AMS Zwettl arbeitslos gemeldet waren, den Wiedereinstieg ins Berufsleben geschafft. Gleichzeitig wurden über 700 freie Stellen, die dem AMS Zwettl zur Besetzung gemeldet wurden, mit einer passenden Arbeitskraft besetzt“, freut sich Steinbauer.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • Golden Ager im Vormarsch: 740 ehemals Jobsuchende im Alter ab 45 Jahren stehen wieder im Berufsleben. 443 von ihnen sind 50 Jahre und älter.
  • Jugendarbeitslosigkeit rückläufig: Von Jänner bis Juni 2016 ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Bezirk Zwettl um 8,4 Prozent auf durchschnittlich 178 Jobsuchende im Alter bis 25 gesunken!
  • Mehr Langzeitarbeitslose wieder erwerbstätig: Zwar ist die Zahl der Personen, die bereits ein Jahr und länger beim AMS Zwettl vorgemerkt sind, im Lauf des ersten Halbjahres auf durchschnittlich 150 Personen weiter angestiegen. Dennoch haben in Summe von Jänner bis Juni 31 Langzeitarbeitslose mit einer Vormerkdauer von 365 Tagen und mehr wieder eine Arbeit aufgenommen, um 22 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.
  • Qualifizierung als Sprungbrett: Spätestens drei Monate nach Schulungsende sollen geschulte arbeitsuchende Kunden wieder im Berufsleben stehen. „Bei Frauen im Bezirk Zwettl ist das bislang bei knapp 40 Prozent und bei Männern bei rund einem Drittel gelungen. Das Zwischenergebnis liegt aber noch unter unseren Erwartungen. Daher gilt es Angebot und Nachfrage noch genauer zusammenzubringen, um die Zielvorgaben zu erreichen“, betont der AMS-Chef. Über 53 Prozent der Budgetmittel, die dem AMS Zwettl für arbeitsmarktpolitische Förderungen heuer zur Verfügung stehen, sind für Frauen reserviert.
  • Am Stellenmarkt am Drücker: In der ersten Jahreshälfte haben die Berater des AMS Zwettl bereits um 15,5 Prozent mehr freie Stellen und Lehrstellen akquiriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Summe waren es 850. Gleichzeitig wurden 741 Vakanzen (Stellen und Lehrstellen) mit einer passenden Arbeitskraft besetzt, um 12,8 Prozenz mehr als im ersten Halbjahr 2015.

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