Halbjahresbilanz: Arbeitslosenzahlen im Bezirk Zwettl rückläufig
ZWETTL. Mit 4,2 Prozent lag die Arbeitslosenquote im Bezirk Zwettl zu Jahresmitte deutlich unter dem Vorjahreswert (4,7%). Noch niedrigere Quoten weisen lediglich die Bezirke Scheibbs (3,2%), Waidhofen/Ybbs (3,3%) und Melk (3,6%) auf. Die durchschnittliche Anzahl der arbeitslosen Personen ist im Bezirk Zwettl im ersten Halbjahr 2017 im Vorjahresvergleich von 1.288 auf 1.250 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 3 Prozent.

Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in Niederösterreich wächst weiter, während die Arbeitslosigkeit rückläufig ist. „Die strukturellen Probleme im Bereich der Langzeit- und Altersarbeitslosigkeit erfordern jedoch unser konsequentes Handeln“, erklärt der Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl, Kurt Steinbauer. Mit einem vielfältigen Angebot an Förderungsinitiativen für Ältere und / oder Langzeitbeschäftigungslose steuert das AMS gegen diese Entwicklung.
Wiedereinstieg läuft gut
Bei den arbeitsmarktpolitischen Vorhaben für das heurige Jahr liegt das AMS Zwettl in nahezu allen Bereichen auf Zielkurs. „Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben bereits 2.083 Jobsuchende, die beim AMS Zwettl arbeitslos gemeldet waren, den Wiedereinstieg ins Berufsleben geschafft. Davon waren 438 Personen über 50 Jahre. Darüber hinaus ist 99 Langzeitbeschäftigungslosen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS die Jobrückkehr gelungen. Gleichzeitig wurden 728 freie Stellen, die dem AMS zur Besetzung gemeldet wurden, von den AMS-BeraterInnen, den AMS-Online-Tools oder über andere Vermittlungskanäle mit einer passenden Arbeitskraft besetzt“, freut sich Steinbauer.
Juli-Arbeitslosigkeit sank um 9,9 Prozent
Ende Juli waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl 838 Personen, davon 438 Frauen (Vorjahr: 457) und 400 Männer (Vorjahr: 473), zur Jobsuche registriert. Damit ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 85 Betroffene (plus 11,3%) angestiegen, im Jahresvergleich hingegen um 92 Personen (minus 9,9%) kräftig gesunken. Dabei ist die Männerarbeitslosigkeit um 15,4 Prozent (minus 73) zurückgegangen, während sich die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Frauen um 4,2 Prozent (minus 19) reduziert hat. Insgesamt sind im Bezirk Zwettl im Juli 274 Personen arbeitslos geworden, während in 210 Fällen die Vormerkung beim AMS wiederum beendet wurde. Davon konnten 106 Personen wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 27 sind in eine Schulung eingetreten und 77 sind aus sonstigen Gründen (Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt etc.) aus dem Vormerkregister ausgeschieden.
Hohes Arbeitslosigkeitsrisiko für Personen ohne Ausbildung
Personen, die maximal über einen Pflichtschulabschluss verfügen, haben mit Abstand das höchste Arbeitslosigkeitsrisiko. Sie werden häufiger und bleiben meist auch länger arbeitslos.
„Eine fundierte berufliche Qualifikation ist daher die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Fachkräfte werden nämlich laufend gesucht - auch am regionalen Arbeitsmarkt!“, betont Steinbauer. Deshalb unterstützt das AMS Betroffene, die über keine abgeschlossene Ausbildung verfügen, mit entsprechenden Qualifizierungsangeboten. Die Palette der Förderprogramme reicht dabei von der betrieblichen Lehre - auch für Erwachsene - bis hin zu Intensivausbildungen in diversen Schulungseinrichtungen mit zertifiziertem Abschluss.
„Diese Initiativen eröffnen nicht nur den Absolventen neue berufliche Perspektiven und Chancen am Arbeitsmarkt, sondern helfen der Wirtschaft den Fachkräftebedarf zu decken“, so Steinbauer. Nähere Informationen zu den Förderprogrammen erhält man bei allen AMS-Geschäftsstellen.


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