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ZWETTL. Gespannte Gesichter im Zwettler Cafe Leutold. Gleich wird die neueste Kreation aus dem Hause Zwettler verraten: Es ist ein Witbier, mit dem klingenden Namen „Young Symphony“. Das Besondere daran, es ist das „Gesellenstück“ der frischgebackenen Jungbrauer: Karin Thaller und Johannes Seper.

  1 / 11   Geschäftsführer Karl Schwarz, Jungbrauer Karin Thaller und Johannes Seper und Braumeister Heinz Wasner präsentieren stolz die neue Kreation.

Eine milde  fruchtige Note, frisch und mit zwei ganz besonderen Zutaten, mit Orange und Koriander versehen, präsentiert sich dieses obergärige Witbier. „Wenn man ein bisschen abwartet, macht sich der anfangs unscheinbare Koriander am Gaumen bemerkbar“,  meint Jungbrauerin Karin Thaller bei der Präsentation am 4. September, in Richtung der kostenden Gäste. Es ist unverkennbar, dass die 21-Jährige ihrer Arbeit mit viel Leidenschaft und Herzblut nachgeht. Für die gebürtige Tullnerin mit Waldviertler Wurzeln stand der Berufswunsch Brauerin zu werden, schon sehr früh fest. Ausschlaggebend dafür war ein Schnuppertag in der Zwettler Brauerei 2008.

Im Juni 2017 beendete sie gemeinsam mit Kollegen Johannes Seper die Lehre. „Mit Stolz kann ich sagen, dass die zwei die Jahrgangsbesten waren, beide haben mit Auszeichnung abgeschlossen“, freut sich Brauereiinhaber Karl Schwarz.

Gesellenstück „Young Symphony“

War es früher Usus, am Ende der Lehrzeit ein „Gesellenstück“ anzufertigen, schließt Karl Schwarz nun an die Tradition nahtlos an: „Macht ein Bier ganz nach euren Vorstellungen. Wird es für gut befunden, wird es im größeren Stil gebraut“, meinte Schwarz vor einigen Monaten zu den beiden.

Gemeinsam begaben sich Karin und Johannes auf Ideen- und Rezeptfindung, der Probesud wurde gekocht. Vor allem zwei Zutaten, die dem Bier seine Charakteristik verleihen,  wurden intensiv erforscht: Orange und Koriander, denn vor allem die Dosierung der Gewürzpflanze erweist sich bekanntlich als schwierig. In der Partnerbrauerei Camba Bavaria in Chiemgau wurde es dann gebraut und abgefüllt und vor einer Woche zum ersten Mal verkostet. „Es schmeckt und kommt gut an, wir haben uns Mühe gegeben“, schmunzelt Jungbrauer Johannes.

Karl Schwarz ist sichtlich stolz auf seine beiden Mitarbeiter und ihr erstes eigenständig gebrautes „belgisches Weißbier“: „Der wichtigste Rohstoff sind unsere Mitarbeiter. Es ist schön zu sehen, dass junges Interesse nachwächst. Wenn die Personalstärke eine ausgeprägte ist, dann brauche ich mir keine Sorgen zu machen.“

Wenn der Hopfensaft zur Berufung wird

Karin Thaller wird nun ihre Ausbildung zur Braumeisterin machen. Die Vielfalt und die Kreativität, die man bei der Komposition eines Bieres an den Tag legen darf, das mache für sie die Faszination aus. Johannes Seper hat sich bereits in die Gär- und Lagerkeller eingearbeitet und wird demnächst in der Filtration beginnen.

„Young Symphony“ ab Februar im größeren Stil

Die neue Kreation ist ab sofort im Zwettler Shop sowie in Kürze auch in ausgewählten Gastronomiebetrieben in begrenzter Menge (0,75 Liter Flasche und 20 Liter Fass) erhältlich. In größerem Stil will man „Young Symphony“ dann im Februar einbrauen, schließlich reiht sich dieser leichter Vertreter des Craft Bieres perfekt in die bislang erschienen Kompositionen der Privatbrauerei ein.


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