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ZWETTL. „Es ist eine liebgewordene Tradition, ein nicht mehr wegzudenkender Anlass“, meinte Vizebürgermeister Johannes Prinz (VP) über den Neujahrsempfang in Zwettl, der am Freitag, 12. Jänner im Stadtsaal über die Bühne ging. Auch heuer stand die Auszeichnung von sechs Ehrenzeichenträgern im Mittelpunkt.

  1 / 2   Die frischgebackenen Ehrenzeichenträger, flankiert von Vertretern der Stadtgemeinde und Ehrengästen, hinten v.l.: Vbgm. Johannes Prinz, LAbg. StR Franz Mold, Bgm. Herbert Prinz, Abt Johannes Maria Szipulsky, BH Michael Widermann, mit den Ehrenzeichenträgern ABI Franz Müllner, Georg Feßl, Erika Hronicek, Ignaz Hofbauer, Franz Bruckner und Johann Meidl (sitzend v. l.) Stadtgemeinde Zwettl-NÖ

Vizebürgermeister Johannes Prinz begrüßte viele Ehrengäste, darunter VP-Landesrat Ludwig Schleritzko, der sich in seiner Festansprache eine kleinen Wink auf die bevorstehende Landtagswahl nicht verkneifen konnte, Landtagsabgeordneten Franz Mold, Bezirkshauptmann Michael Widermann, den Abt des Stiftes Zwettl Pater Johannes Maria Szypulski, Abordnungen der Partnerstädte Jindrichuv Hradec und Zisterstdorf, Repräsentanten von Ämtern und Behörden,  dem Österreichischen Bundesheer, von Bildungseinrichtungen, Blaulichtorganisationen, Feuerwehren und Vereinen sowie interessierte Bürger.

Ein ereignisreiches Jahr in Bildern

Im Zuge einer umfassenden Multimediapräsentation von 400 Bildern blickte Bürgermeister Herbert Prinz gemeinsam mit seinen Gästen auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück. „Nur gemeinsam kann diese Teamleistung entstehen.“ Prinz sprach von Zwettl als einem „Kraftwerk“. Was „in Zwettl geschieht, strahlt in den ganzen Bezirk aus.“ Etwas Sorgen bereite ihm allerdings die Abwanderungsstatistik, konkret die abnehmende Zahl der Hauptwohnsitze. „Wir müssen vor allem der Jugend eine Perspektive geben, versuchen sie an die Gemeinde zu binden.“ Zudem überstiegen 2017 die Sterbefälle die Geburtenzahlen um fast das Doppelte. 

 “Auch 2018 wird uns genug abverlangen und Zwettl einen Schritt nach vorne bringen“, gibt der Gemeindechef einen Ausblick auf kommende Projekte, die sich von einem neuen Verkehrskonzept für die Stadt über den Neubau der Gesundheits- und Krankenpflegeschule bis hin zur Errichtung eines Abenteuer- und Ausbildungscamps spannen.

Sechs neue Ehrenzeichenträger

  • Das Ehrenzeichen für „Sport“ erhielten Franz Bruckner und Johann Meidl, die sich beide seit 1985 dem Stocksport verschrieben haben und maßgeblich beim Aufbau des ESV beteiligt waren. Ihre Liste an Erfolgen mit einer Teilnahme an mehr als 500 Turnieren und Meisterschaften ist lang.
  • Im Bereich „Soziales“ freute sich die engagierte Ärztin Erika Hronicek über die Auszeichnung. Sie rief das „Projekt Ruanda“ ins Leben, das sich ganz den Armen und Kranken im ostafrikanischen Binnenland widmet.
  • Als Wertschätzung für seine jahrzehntelange Arbeit im Dienste der Feuerwehr (Jahrings) wurde Abschnittsbrandinspektor (ABI) Franz Müllner ebenfalls mit dem Ehrenzeichen für Soziales gedankt. Er hat unter anderem 2007 eine örtliche Feuerwehrjugend ins Leben gerufen. 
  • Baumeister Georg Fessl wurde für seine Verdienste rund um die Zwettler Wirtschaft mit dem Ehrenzeichen im Bereich Wirtschaft ausgezeichnet, schließlich „hat er halb Zwettl gebaut und umgebaut“, meinte Vizebürgermeister Johannes Prinz in seiner Laudatio.
  • Nicht zuletzt konnte Ignaz Hofbauer, ein „ Zwettler „Original“, dem Geschichte und Heimatkunde besonders wichtig sind“, das Ehrenzeichen für Kultur entgegennehmen

Launige Dankesrede

Der frischgebackene Ehrenzeichenträger Hofbauer sorgte mit seiner launigen Dankesrede für die Schmunzler des Abends. „Ich denke, heuer wurde eine gute, – wenn nicht die beste Auswahl – getroffen. Und wie soll man sich nach einer Preisverleihung schon fühlen? Natürlich ausgezeichnet.“ Und weiter: „Für mich persönlich ist das ja bereits die 30. Auszeichnung – aber die schönste und wertvollste – nenne ich doch schon 29 Medaillen vom Rudmannser Radwandertag mein Eigen!“

Das Lehrerensemble der Regionalmusikschule Waldviertel Mitte, bestehend aus bestehend aus Alexander Kastner, Gerhard Pabisch, Edwin Kainz und Vaclav Curda, gab der Veranstaltung den würdigen musikalischen Rahmen.

Bürgermeister Prinz sprach abschließend die Einladung zum nächstjährigen Neujahrsempfang am 11. Jänner 2019 aus, bevor der Empfang bei einem Imbiss im Foyer einen gemütlichen Ausklang fand.


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