„Tour de Franz“ in Zwettl: Einstimmung auf "rotes" Wahlkampffinale
ZWETTL. Es war ein schwungvoller Stopp der „Tour de Franz“ am 17. Jänner in Zwettl, wo sich die roten Funktionäre aus dem Waldviertel unter der Federführung von Spitzenkandidat Franz Schnabl noch einmal auf das bevorstehende Wahlkampffinale einschworen. Die Botschaft am Ende des Abends: Weniger Schwarz, mehr Rot und eine bunte Politik, die durchaus Spaß machen kann.

Die farbenfrohe Kampagne der SPÖ mit hunderten Sujets rund um den Kernslogan „NÖ braucht eine zweite Meinung“ sorgt für Aufmerksamkeit, nicht nur bei Bürgern und Medien sondern auch in den eigenen Reihen. Damit wurde das Ziel, den politischen Quereinsteiger Franz Schnabl möglichst schnell bekannt zu machen, erreicht, freut sich Wahlkampfmanager Wolfgang Kocevar. Nun gelte es die Absolute der ÖVP in Niederösterreich zu brechen.
„Auch wenn das Waldviertel ein schweres Gebiet für die Sozialdemokratie ist, die Botschaften fallen auf fruchtbaren Boden“, ist Herbert Kraus, Spitzenkandidat im Bezirk Zwettl, überzeugt.
Bezirksspitzenkandidaten präsentieren ihre Anliegen
Die Spitzenkandidaten aus den Waldviertelbezirken Viktoria Prinz (Gmünd), Josef Wiesinger (Horn), Eva Holler (Krems), Roman Zibusch (Waidhofen/Thaya) und Herbert Kraus (Zwettl) präsentierten noch einmal ihre wichtigsten Anliegen für die nächste Periode.
Neben dem „Entgegensetzen der schwarzen Macht“, wurden etwa der Ausbau der Straßen, des Internet- und Handynetzes oder der kostenfreien Kleinstkinderbetreuung genannt. Auch das Thema Bildung müsse forciert werden. „Zwettl bietet den idealen Standort für eine Fachhochschule mit dem Schwerpunkt Holzbau und Holztechnik“, betont Herbert Kraus und zwar auf dem Areal des „unsäglich geplanten Kampcenters“. Eine FH mit ihren Studenten würde die Stadt Zwettl nachhaltig beleben.
Gegen „schwarze Allmacht im Land“
Den Roten Faden an dem Abend bildete die Kritik an der „Rauch- und Nebelpolitik“ der schwarz-blauen Bundesregierung sowie der Vormacht im Land durch die „schwarze Hanni“. Das wurde durch Videos oder der abschließenden Rede des Spitzenkandidaten Schnabls unterstrichen. „Wir machen Politik für Menschen, nicht für das Image“, so Schnabl, der weiters die fehlende Transparenz, etwa von Beschlüssen, die hinter verschlossenen Türen gefällt werden, kritisierte. Das neue Arbeitsprogramm solle “Niederösterreich langfristig zum Vorzeigebundesland“ verhelfen, so die Vision. Dafür wurden zahlreiche Projekte in den Bezirken erarbeitet. Schnabl sprach in diesem Zusammenhang etwa vom „Silicon Waldviertel“.
Auch das kurzfristige Ziel ist klar: „Am 25. Jänner wird es vorbei sein mit der Absoluten“, gab sich Schnabl betont optimistisch. Laut aktuellen Umfragen werde es ein schönes Plus, bei 30 Prozent an unentschlossenen Wählern gehe aber noch mehr, fordert der Spitzenkandidat das „rote“ Zwettler Publikum noch einmal auf, alle Hebel in Bewegung zu setzen.
Großen Applaus erntete nicht zuletzt das schwungvolle Damen-Ensemble „Rondo Vienna“, das mit ihrem virtuosen Geigen-Programm begeisterte.


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