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Schadholzlager in Großweißenbach: Bundesforste reagieren auf FPÖ-Vorwürfe

Katharina Vogl, 10.07.2018 07:27

GROSSWEISSENBACH. In einer gestrigen Presseaussendung bezeichnete FPÖ Landtagsabgeordneter Reinhard Teufel das Schadholzlager am Gelände der Firma Hengstberger in Großweißenbach als „Riesenskandal“. Das dortige gelagerte Käferholz der Bundesforste gefährde den umliegenden Waldbestand, so Teufel. Die Österreichische Bundesforste AG wehren sich prompt gegen die Anschuldigungen.

FPÖ-Landtagsabgeordneter Reinhard Teufel beim Lokalaugenschein; Foto: FPÖ
FPÖ-Landtagsabgeordneter Reinhard Teufel beim Lokalaugenschein; Foto: FPÖ

„Die Lagerung von Schadholz durch die Österreichischen Bundesforste in Großweißenbach ist ein Riesenskandal. Der Borkenkäferflug in diesem Bereich ist massiv und das befallene Käferholz im Trockenlager führt mittlerweile zu enormen Schäden in den Nachbarbeständen der Bauern. Dieses Holz gehört in Nasslagern auf dem Gebiet der Bundesforste untergebracht“, so Reinhard Teufel. Großweißenbach sei der falsche Standort für derartige Mengen an Käferholz.

„Die Österreichischen Bundesforste besitzen 15 Prozent der Waldfläche in Österreich und hätten somit genug eigene Lagerflächen.“ Er bezeichnet das Vorgehen der Bundesforste als unverantwortlich.

Reaktion der Österreichischen Bundesforste AG

Seitens der Österreichischen Bundesforste AG kontert man prompt: Bei der gegenständlichen Fläche der Firma Hengstberger handle es sich um ein Zwischenlager, wo zu zwei Dritteln Holz für Stora Enso und zu einem Drittel Holz für die Bundesforste gelagert werde.

Neben dem Aufstellen von 20 Käferfallen direkt am Lagerplatz wurden weitere Schutzmaßnahmen wie ein sogenannter Monitoring-Ring gezogen, mit dem das Lager abgeschirmt und die Borkenkäfer-Aktivität täglich beobachtet und kontrolliert werde. Zudem ist der genannte Lagerplatz nicht nur die vorgeschriebenen 350 Meter, sondern sogar gut 700 Meter vom nächsten Wald entfernt, „das ist im Regelfall mehr als ausreichend“, heißt es von Seiten der Bundesforste.

Generell setze man im ganzen Waldviertel verstärkt auf Käferprävention, dazu zählen regelmäßige Beobachtung sowie Kontrollgänge, befallene Bäume würden umgehend entfernt und aus dem Wald gebracht werden, betont man abschließend.


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