Arbeitslosenzahlen weiter unter dem Vorjahresniveau – Fachkräfte gefragt
BEZIRK ZWETTL. Weiterhin rückläufig ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl: Ende Oktober waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl 608 Personen, davon 295 Frauen (Vorjahr: 317) und 313 Männer (Vorjahr: 349), arbeitslos gemeldet. Das sind im Vorjahresvergleich um 58 Jobsuchende weniger (minus 8,7 Prozent).

Darüber hinaus nutzen derzeit 116 Personen (Vorjahr: 145 Personen) diverse Schulungsangebote des AMS. Sie stärken ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen, um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Die starke Nachfrage nach Arbeitskräften hält ungebrochen an: Ende Oktober sind beim AMS Zwettl 298 sofort verfügbare Stellen zur Vermittlung ausgeschrieben, das sind um 16 oder 5,8 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Vorrangig setzen wir deshalb beim AMS auf konsequente Vermittlung. So sollen Dauer der Arbeitslosigkeit kurz und die finanziellen Einbußen für die Betroffenen möglichst gering gehalten werden. Andererseits wollen wir zur raschen Besetzung von freien Jobs bei den Unternehmen beitragen“, erklärt Kurt Steinbauer, Geschäftsstellenleiter des AMS Zwettl. „Wenn die Zahl der Jobangebote steigt, können wir unseren arbeitsuchenden Kunden auch mehr Vermittlungsvorschläge unterbreiten. Und das mit Erfolg: Heuer ist bereits 2.406 beim AMS Zwettl vorgemerkten Arbeitsuchenden die Jobrückkehr gelungen“, betont Steinbauer.
Jugendarbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit ebenfalls rückläufig
„Weiterhin vergleichsweise günstig ist die Situation der Jugendlichen am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen (unter 25) liegt bei 73 und somit um 5,2 Prozent unter dem Oktoberwert des Vorjahres. Sehr erfreulich ist auch, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die beim AMS Zwettl vorgemerkt sind, weiter gesunken ist, und zwar um von 104 auf 95 (oder -8,7 Prozent)“, erklärt AMS-Leiter Kurt Steinbauer. Angespannter ist hingegen die Arbeitsmarktlage für ältere Arbeitslose über 50 Jahre – in dieser Gruppe steigt die Arbeitslosigkeit: Ende Oktober registriert das AMS Zwettl 294 Jobsuchende der Generation 50 Plus, um 2,4 Prozent mehr, als im Vorjahr. Damit ist beinahe jeder zweite Betroffene über 50 Jahre. „Mit einer Reihe von Förderprogrammen setzen wir Impulse, um Ältere bei der Rückkehr in ein sinnerfülltes Berufsleben zu unterstützen beziehungsweise drohende Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern“, so Steinbauer. Übrigens nutzen Ältere ihre Jobchancen: Von Jänner bis Oktober konnten heuer bereits 554 über 50-jährige Arbeitsuchende aus dem Bezirk Zwettl wieder eine Beschäftigung aufnehmen.


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