Ehrenbürgerschaft für Zwettls Altbürgermeister Herbert Prinz
OBERWALTENREITH. Im festlichen Panoramasaal des Waldlandes wurde Herbert Prinz, der von 2005 bis 2018 das Amt des Bürgermeisters (ÖVP) in Zwettl innehatte, die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Neben vielen Ehrengästen wie den Nationalräten Martina Diesner-Wais (ÖVP), Alois Kainz (FPÖ), NR außer Dienst Angela Fichtinger und vielen Gemeindefunktionären und anderen Ehrengästen waren auch die Bürgermeister und Vertreter der Partnerstädte Plochingen, Jindrichuv Hradec und Zistersdorf sowie zweiter Präsident des NÖ Landtages Gerhard Karner (ÖVP) anwesend.
Bürgermeister Franz Mold (ÖVP) begrüßte die Ehrengäste und eröffnete die Laudatio, die er den Bürgermeister der tschechischen Partnerstadt Stanislav Mrvka übergab. Dieser überreichte von der Stadt Jindrichuv Hradec die höchste Auszeichnung der Gemeinde, die Silberne Gedenksmedaille, an Herbert Prinz. „Das ist für die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Städten und für die Entwicklung der wirtschaftlichen Initiativen auf beiden Seiten der Grenze“, übersetzte Mrvkas Dolmetscher. Auch von Plochingens Bürgermeister Frank Buß wurde die Verdienstmedaille der Stadt übergeben. Frank Buß bedankte sich auch persönlich „Wir hatten immer einen guten Draht zueinander“.
Bürgermeister Franz Mold gibt Einblick in das Leben und Wirken von Herbert Prinz
Herber Prinz wurde 1954 in Scheibbs geboren. „Wer dich aber kennt, der weiß, dass du in der Zwischenzeit begeisteter Waldviertler geworden bist“, fügt Franz Mold hinzu. Kurzfristig war Prinz in der NÖ Landwirtschaftskammer in Wien tätig. Aber Wien war nicht der Ort seines Wirkens und er hat deshalb 1972 seinen Lebensstandort nach Zwettl verlegt, wo er bei der Raiffeisenbank war. Den Bund fürs Leben schloss er mit seiner Martha 1979, aus deren Ehe seine drei Kinder Michael, Katharina und Theresa stammen. Mittlerweile sind auch acht Enkelkinder da. Politisch engagiert war Herbert Prinz schon frühzeitig in seiner Jugend und „die ÖVP war immer seine politische Heimat“, betont Zwettls Bürgermeister. In der Jungen ÖVP machte er seine ersten politischen Erfahrungen. Später galt das Engagement dem österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbund, wo er als Ortsgruppenobmann und als Teilbezirksobmann gewirkt hat. „Zahlreiche Vereine, wie Dorferneuerungs-, Verschönerungs- und Tennisverein, sowie auch der Kameradschaftsbund dürfen sich über deine Mitarbeit freuen. Kassier der Sport- und Sonderschule Zwettl, das war deine erste Funktion auf Gemeindeebene“, so Franz Mold weiter. Danach folgte die Funktion des Ortsvorstehers für Jagenbach und 1994 ist Prinz in den Gemeinderat der Stadt Zwettl eingezogen. Ein Jahr später hat er die Funktion des Stadtrates für Sport- Kultur und Bildung übernommen. Bei der Gemeinderatswahl im Jahr 2005 ist Prinz Spitzenkandidat für die Zwettler Volkspartei angetreten.
Entwicklung der Stadtgemeinde unter Herbert Prinz
„Die Stärkung und Entwicklung der Stadtgemeinde Zwettl als geographischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt des Waldviertels war und ist dir stets ein wichtiges Anliegen gewesen“, betont Mold. Herbert Prinz´ Einsatz galt unter anderem, dass Zwettl als erstes eine Jugendberatungsstelle sowie ein betreutes Jugendzentrum im Waldviertel erhalten hat, wo junge Menschen Rat und Hilfe von Profis erhalten. Sein Bemühen galt auch, dass eine Klasse der HTL Krems in Zwettl geführt wird. Zwettl wurde weiters Sitz der ersten Regionalen Musikschule im Waldviertel. Sein Engagement galt der Unterstützung der zahlreichen Sport- und Kulturvereine und Feuerwehren. Die Errichtung der neuen Sportanlage Edelhof und das neue Musikerheim und der Umbau der Sporthalle zur Stadthalle waren Projekte unter der Bürgermeisterschaft von Herbert Prinz, ebenso die Mobilisierung von Bauland für Familien als auch für Betriebe sowie der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, wie zum Beispiel die Umfahrung Zwettl. Ein erstes Vorhaben nach der Wahl zum Bürgermeister war die Aufnahme von Verhandlungen mit dem Bundesland NÖ betreffend der Übernahme der Rechtsträgerschaft für das Krankenhaus. „Durch diese Übernahme konnte eine Investitionsvolumen von 85 Millionen Euro umgesetzt werden und die Zahl der Mitarbeiter konnte von 350 auf über 700 verdoppelt werden“, freut sich Franz Mold. Der Ausbau des Seniorenzentrum St. Martin, um ein betreubares Wohnen zu ermöglichen, geschah ebenso unter Herbert Prinz´ Amtszeit.
Grußworte
Die Stadträte Andrea Wiesmüller (ÖVP), Ewald Edelmaier (FPÖ), Franz Groschan (SPÖ) und Bezirkshauptmann Michael Widermann überbrachten ebenso Glückwünsche wie Gerhard Karner. Dieser sprach in Vertretung von Landeshauptfrau Mikl-Leitner und überbrachte Glückwünsche für diese Auszeichnung von Zwettl, die eine der größten Gemeinden in NÖ ist, mit den Worten: „Du hast das Herz am rechten Fleck, du bist keiner der laut schreit, sondern umsichtig und konsequent die Gemeinde geführt hat.“
Dank von Herbert Prinz an seine Familie
Herbert Prinz bedankte sich abschließend bei allen und freut sich, dass viele seiner Vorhaben verwirklicht werden konnten. „Es waren wunderschöne, aber auch sehr fordernde Jahre“, so Prinz, „für mich hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen, von dem behauptet wird, es sei der letzte. Ich habe derzeit mit acht Enkelkindern eine schöne, aber auch so wie in der Vergangenheit, eine fordernde Aufgabe gefunden. Gemeinsam mit meiner Frau Martha, die in den letzten 40 Jahren auch in schwierigen Zeiten stets zu mir gehalten und viel Zeit zu Hause alleine verbracht hat und die Erziehung der Kinder fast alleine gemanagt hat, die mir aber auch Mut zugesprochen hat, wenn es erforderlich war, die mich gerne bei diversen gesellschaftlichen Anlässen begleitet hat, mit ihr werde ich - so Gott es will - noch viele gemeinsame Jahre im Kreise unserer Familie verbringen dürfen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden